GemüseDas Spargel-Imperium von Inchenhofen

Zwei Brüder in Schwaben beschäftigen 1200 Saisonarbeiter, die in einer eigenen Wohnsiedlung samt Supermarkt und Arzt leben.

Wenn man sich einen Spargelhof vorstellen soll, dann sieht das wohl so aus: ein schönes, altes Bauernhaus mit einem Vorplatz, auf dem ein paar Schweine herumlaufen, dahinter tertiäres Hügelland mit lang gestreckten Erdhaufen, aus denen vorwitzig ein paar Spargelspitzen herausschauen und darauf warten, von fleißigen Bauersleuten aus der Erde gestochen zu werden.

Fährt man jedoch hinaus aufs Land nach Inchenhofen hinter Aichach, zum Spargelhof Lohner, dann sieht die Sache ganz anders aus. Richtig idyllisch ist zwar noch die Firmenanschrift: "In der Au 1". Dahinter aber verbirgt sich eine große, immerhin überwiegend unversiegelte Kiesfläche mit einem modernen Verwaltungsbau in der Mitte, ein paar Fabrikhallen in Leichtbauweise, einer große Wohnanlage sowie einer Flotte von 20 Omnibussen, die früher im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt waren.

Bild: Johannes Simon 7. April 2017, 12:122017-04-07 12:12:40 © SZ vom 07.04.2017/vewo