Warum braucht die CSU so lange, um einen Nachfolger für den scheidenden bayerischen Finanzminister Fahrenschon zu finden? Vielleicht, weil Parteichef Seehofer auch in Berlin sucht. Nach SZ-Informationen soll Ilse Aigner ihre Chancen sondieren. Die Bundeslandwirtschaftsministerin ist in der Partei beliebt und außerdem fachlich kompetent. Der größte Vorteil aber: Ihren Wechsel nach Bayern könnte die CSU als Teil einer langfristigen Strategie verkaufen.
Tagelang sprachen alle nur über eine Münchner Lösung für die Fahrenschon-Nachfolge - doch am Dienstagabend verdichteten sich Hinweise, dass die Retterin in der Personalnot auch von außen kommen könnte: aus Berlin.
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Hat sie Interesse anchfolgerin des scheidenden bayerischen Finanzministers Georg Fahrenschon zu werden? Zumindest sondiere Ilse Aigner ihre Chance, sagen mehrere CSU-Politiker. Denn anders als die bisher gehandelten Kandidaten gilt sie als finanzpolitisch durchaus erfahren. (© dapd)
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Dort wird Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner Interesse an Fahrenschons Posten nachgesagt. Der SZ wurde aus mehreren CSU-Quellen bestätigt, Aigner sondiere gerade ihre Chancen. Dies könne auch mitverantwortlich dafür sein, dass sich die Nachfolgesuche so lang hinziehe, hieß es.
Für Aigner spricht, dass sie anders als Haderthauer oder Söder durchaus finanzpolitische Erfahrung hat: Von 2002 bis 2005 saß sie im Haushaltsausschuss des Bundestags. Die 46-Jährige gilt als durchsetzungsstark und ist in ihrer Partei beliebt.
Ein Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. In Parteikreisen hieß es, ein Wechsel in die Landespolitik könne zwar einerseits zunächst als Rückschritt verstanden werden. Außerdem würde ein Umzug Aigners nach Bayern die Münchner Probleme in die ohnehin labile Berliner Koalition tragen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) müsste sich eine neue Landwirtschaftsministerin suchen.
Andererseits könne Aigners Wechsel aber Teil einer langfristig angelegten Strategie sein: Sie gilt wie Haderthauer, Söder und Innenminister Joachim Herrmann schon länger als eine der Nachfolgekandidaten für Ministerpräsident Horst Seehofer. Aigners Einfluss hatte zuletzt in der CSU spürbar zugenommen. Erst im Sommer wurde sie an die Spitze der mächtigen Oberbayern-CSU gewählt.
Aigner darf man keinesfalls unterschätzen. Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg hat sie vor kurzem bewiesen, dass sie in der Lage ist, Mehrheiten in ihrem Sinne zu organisieren: Ihr gelang es, durch geschicktes Taktieren ihrem Berliner Kabinettskollegen Peter Ramsauer die Wiederwahl als CSU-Vize gegen dessen Herausforderer Peter Gauweiler zu sichern. Auch daran hatte zunächst keiner geglaubt.
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(SZ vom 02.11.2011/olkl)
Surfrider Beach in Malibu
Die neueste Antwort
3 Jahre in Haushaltsausschuss des Bundestages (als eines von ueber 40 Mitgliedern) reichen also schon als fachliche Qualifikation fuer das Amt der Finanzministers in Bayern.
Vor 2008 musste man schon ein engagierter CSU'ler in Oberbayern sein um von der Aigner Ilse gehoert zu haben. Seit 2008 hat sie eigentlich als Bundesministerin keine wirklichen Erfolge vorzuweisen.
Aber keine Sorge:
"Aigner darf man keinesfalls unterschätzen. Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg hat sie vor kurzem bewiesen, dass sie in der Lage ist, Mehrheiten in ihrem Sinne zu organisieren: Ihr gelang es, durch geschicktes Taktieren ihrem Berliner Kabinettskollegen Peter Ramsauer die Wiederwahl als CSU-Vize gegen dessen Herausforderer Peter Gauweiler zu sichern."
Aha. Also intrigieren und taktieren im Parteihinterzimmer - dass kann die Ilse immerhin offenbar. Na dann...
„Für Aigner spricht, dass sie anders als Hadertauer oder Söder durchaus finanzpolitische Erfahrung hat: Von 2002-2005 saß sie im Haushaltsausschuss des Bundestages.“
Die qualitativen Anforderungen der "SZ" an eine Finanzministerin sind erstaunlich bescheiden.
Sieht man sich die Lebensläufe der 41 Mitglieder des Haushaltsausschusses an, blinkt Qualität in Form von Fachwissen für dieses wichtige Gremium nur gelegentlich auf. Der Ausschuss ist zum Sammelsurium von vermeintlich „Wichtigen“ mutiert. Wir finden vom in Moskau promovierten Ökonomen, über die überall zu reichlich vertretenen Juristen und Lehrer bis zum eher spärlich dort vertretenen Wirtschaftswissenschaftler.
Die wichtigen Finanzentscheidungen treffen ohnehin die Fraktionen und die massgebenden Seilschaften innerhalb der Fraktions- und Parteispitzen.
Aigner war in ihrer bayerischen Landtagszeit in keinem finanzrelevanten Ressort aktiv und auch in ihrer Bundestagszeit sind keine erwähnenswerten Finanzverlautbarungen aufgetaucht. Eine dreijährige Teilnahme an der Arbeit des Haushaltsausschusses kann doch nicht Ausweis ausreichender Kompetenz für das Finanzministeramt eines wirtschaftlich starken Flächenstaats sein.
In Bayern hat sich -mit Milliarden an Steuerverschwendung- gezeigt, dass selbst für Wirtschaftswissenschaftler wie Fahrenschon, das Feld der Finanzpolitik auch für ausgewachsene Ökonomen ein Minenfeld sein kann. Es reicht hier schon das Stichwort BayernLB. Ein Mitverantwortlicher für die BayernLB-Krise will nun deutscher Sparkassenpräsident werden. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Ministerpräsident a.D. Beckstein zeigte gestern im TV Verständnis für den Wechselwillen Fahrenschons - er müsse in Berlin nur noch ein Drittel der bisherigen Zeit arbeiten - bei verdreifachten Bezügen. Na also!
Der Bayern-LB-Anklagebank knapp entkommen, stürmt Fahrenschon zur nächsten Chance für altgediente Unionisten.
Einen bundespolitisch zählenden Vorteil hätte die Berufung Aigners zur Fahrenschon-Nachfolgerin allerdings. Das Verbraucherministerium könnte endlich mit einem/r Minister/in besetzt werden, der/die sich der Anliegen der Verbraucher ernsthaft annimmt und nicht mit Hinweis auf die europäischen Zwänge eine sichere Bank für die Lebensmittelindustrie darstellt.
vo de Greaner. Der ko rechna. Da Hubsi werd doch Londwirtschoftsminisda.
Wie wärs mit dem Erwin. Der hat ja schon bewiesen welches Talent er hat in Sachen Finanzpolitik - siehe Landesbank.
Das traurige ist doch - es ist weit und breit NIEMAND in Sicht der Fachkompetenz hat.
Aber wirds in zwei Jahren dann besser, wenn UDE MP wird mit einer Multi-Kulti-Parteien Koaliton. Finanzminister dann ein Herr Aiwanger (sog amoi Opfesoft) oder eine Frau Bauhse, oh mei....
Armes Bayernland, so oder so....
Der Vertuscher und Pantoffel-Held Georg Fahrenschon möchte angeblich auf Nummer sicher gehen und möchte als bayerischer Finanzminister erst bzw. nur zurücktreten, wenn er am 30. November zum Sparkassen-Präsidenten gewählt wird:
abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayern-nachfolgeregelung:-seehofers-schrei-kaempfe.e3a87abe-be1c-410d-9402-373b215b0f1f.html
Aus meiner Sicht redet bei Fahrenschon viel zu sehr die Frau mit, die wohl an das Mio.-Gehalt des Sparkassen-Präsidenten heran will, aber keinerlei Risiko eingehen und im Falle einer gescheiterten Wahl weiter das Gehalt des bayerischen Finanzministers abzocken will.
Fahrenschon, der über Beschwerden von Bürgern nur müde lächelt, gehört sofort rausgeworfen, wenn er nicht unverzüglich seinen Hut nimmt. Ich schreibe diesem Volksschädling und Pantoffel-Held dann seine Bewerbung als Sparkassen-Präsident.
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