Barfuß durch den Matsch - und dann zum Apfelkuchen

Café Extra, Penzberg / Veröffentlicht am , im Ausflugsziele München & Bayern

Neben dem Café Extra in Penzberg beginnt ein 1,5 Kilometer langer Barfuß-Parcours.

Barfußwandern hilft gegen Plattfüße und Rückenschmerzen, regt Tausende Nerven an und schärft die Sinne. Also raus aus den Schuhen und blanken Fußes in die Natur, zum Beispiel nach Gut Hub bei Penzberg.

Dort gibt es das Café Extra, wo ein etwa 1,5 Kilometer langer Barfuß-Parcours durch Wiese und Wald, entlang den Huber Seen beginnt. Man balanciert über eine Kettenbrücke, schmale Holzpflöcke, wandelt über diverse Fühlstationen, Tannenzapfen, Kieselsteine, Holz und Sand und meistert schließlich - die größte Herausforderung - das Schlammloch. Dicker, brauner Matsch quillt zwischen die Zehen hindurch, und man findet es erst einmal ein wenig eklig und dann ganz herrlich. Tatsächlich stellt sich nach kurzer Zeit ein befreiendes Gefühl ein. Das achtsame Abrollen von der Ferse bis zum Fußballen macht den Kopf frei. Der Barfußpfad ist für Kinder ab drei Jahren geeignet; er ist von Mai bis September zugänglich.

Nach einer Dreiviertelstunde endet der Rundweg am Café Extra, wo es auch einen Kinderspielplatz und eine Wasserstation zum Waschen gibt. Von der Terrasse aus hat man, am besten bei einem Tegernseer Bier, einen herrlichen Blick auf die Benediktenwand, davor das Hubkircherl, weidende Kühe und Pferde sowie Streuobstwiesen. Bekannt ist das Café auch wegen seiner großen Cocktailauswahl, ein Faible des Wirts Markus Bocksberger, der seine Gäste bisweilen mit seinen Sangeskünsten beglückt. Die saftigen Kuchen - Zwetschgendatschi, Apfel-, Käsekuchen und Strudel - bäckt die Mama selbst und sind sehr zu empfehlen. Danach sollte man sich einen Sprung in einen der warmen Huber Weiher gönnen.

Café-Bistro-Bar Extra, Landhaus Hub, Vordermeier 2, 82377 Penzberg, Di. bis Fr. 14.30 bis 1 Uhr, Sa. von 13 Uhr an, So. ab 9 Uhr, Mo. Ruhetag, Telefon 08856 - 93 50, www.extra-penzberg.de

Text: Christa Eder; Foto: oh