Biobauern Opposition fordert mehr Geld für Öko-Landbau

SPD und Grüne haben Agrarminister Helmut Brunner (CSU) aufgefordert, seine Bemühungen um den Öko-Landbau zu verstärken. Ohne Aufstockung der Fördermittel werde Brunner sein Versprechen nicht einhalten können, die Zahl der Biobauern in Bayern gegenüber 2012 zu verdoppeln, sagte der SPD-Agrarexperte Horst Arnold am Mittwoch im Landtag. Derzeit gibt es ungefähr 8100 Bio-Bauernhöfe in Bayern. Zwar sind das gut 1500 mehr als vor vier Jahren. Aber die Steigerungsraten seien viel zu gering, um das Ziel von 13 000 Bio-Höfen im Jahr 2020 zu erreichen. Die SPD forderte, die Zuschüsse für den Öko-Landbau um drei Millionen Euro pro Jahr aufzustocken. Die Grünen-Abgeordnete Gisela Sengl erklärte, dass das bayerische Bio-Siegel, das die Vermarktung bayerischer Ökoprodukte ankurbeln sollte, immer noch in den Kinderschuhen stecke. Dabei ist aus ihrer Sicht der Markt für bayerische Bio-Produkte längst noch nicht ausgeschöpft. "Wichtig wäre auch, dass die anderen Ministerien Brunners Bio-Initiative aufgreifen", sagte Sengl. Aber weder bei der Bewirtschaftung staatlicher Flächen, noch in den staatlichen Gemeinschaftsverpflegungen würden der Ökolandbau oder Bioprodukte eine größere Rolle spielen. "Statt mit Ökopakten bei Umweltverbänden offenen Türen einzurennen, soll der Minister lieber auf seine Kabinettskollegen einwirken", sagte Sengl. "Da besteht noch großer Informations- und Handlungsbedarf." Die Freien Wähler warnten, Bio-Bauern vor ihren konventionellen Kollegen zu bevorzugen. Im Übrigen sei Bayern bereits jetzt das Bio-Vorzeige-Bundesland.