Bayerische Initiative Prämie beim Kauf von Elektroautos

Bayern will gemeinsam mit BMW und Audi eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge auf den Weg bringen. Der Freistaat werde sich zusammen mit den bayerischen Autobauern auf Bundesebene dafür einsetzen, sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in München. "Die weltweiten Erfahrungen zeigen eindeutig, dass substanzielle Kaufanreize ein wirksames Instrument für signifikante Verkaufszahlen von E-Fahrzeugen sind", sagte Aigner. "Die Hersteller werden einen eigenen Beitrag zu dieser Kaufprämie leisten."

Dies verabredeten Aigner und Ministerpräsident Horst Seehofer mit den Vorstandschefs von BMW und Audi, Harald Krüger und Rupert Stadler. Ein Sprecher von BMW sagte, bei der Kaufprämie sei eine Größenordnung von 4000 bis 5000 Euro im Gespräch. Welchen Anteil davon die Hersteller übernehmen, wollten weder die Autobauer noch die Wirtschaftsministerin beziffern. Einem Insider zufolge war von 1500 Euro die Rede, bei einer gesamten Prämie von 5000 Euro. "Über die Höhe wird verhandelt", sagte Aigner. Der Beitrag der Autobauer müsse aber substanziell ausfallen. Darum werde es auch in den Gesprächen der Bundesregierung mit der Autobranche gehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich Anfang Februar mit führenden Industrievertretern.

Als weiteren Punkt der Initiative nannte Aigner den Aufbau eines Netzes aus Ladestationen. "Wir wollen bis 2020 bis zu 7000 öffentliche Ladesäulen in Bayern", sagte sie. Der Bund hat schon vor Längerem als Ziel ausgegeben, dass 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Bisher kommt die Initiative aber überhaupt nicht voran. 2015 waren erst 20 000 Elektroautos in Deutschland angemeldet, ein Fünftel davon im Freistaat.