Zum Jahreswechsel Das ändert sich 2016 für Autofahrer

  • Elektroautos werden vom 1. Januar an nur noch fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit.
  • Die Kfz-Versicherer ändern die Typ- und Regionalklassen für sie Haftpflichtversicherung.
  • Wer noch mit gelber Plakette unterwegs ist, muss sein Auto schnellstmöglich zur Hauptuntersuchung bringen.
Von Thomas Harloff

Nur noch fünf Jahre Steuerbefreiung für E-Autos

Die größte Änderung des neuen Jahres betrifft Elektroauto-Besitzer: Bislang sind die umweltfreundlichen Stromer für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, sofern sie ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben werden. Bei E-Fahrzeugen, die nach dem 1. Januar 2016 zugelassen werden, gilt der Vorteil nur noch für fünf Jahre. Hybrid-Modelle und Autos mit einem Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer (Range Extender) kommen weiterhin nicht in den Genuss der Steuervergünstigungen.

Die gelbe Plakette hat ausgedient

Zum 1. Januar verliert die gelbe TÜV-Plakette ihre Gültigkeit. Vom Jahreswechsel an dürfen Autos nur noch mit brauner (dann ist die Hauptuntersuchung HU im Jahr 2016 fällig), rosa (2017) oder grüner (2018) Plakette unterwegs sein. In welchem Monat das Auto überprüft werden muss, zeigt die Zahl an, die auf der Plakette oben steht.

Wird die Frist nicht eingehalten, drohen Bußgelder. Wer mehr als zwei Monate überzieht, zahlt 15 Euro Strafe und muss eine gründlichere HU durchführen lassen, was ebenfalls mit Zusatzkosten verbunden ist. Acht Monate Verzug bringen nicht nur ein Bußgeld von 60 Euro, sondern auch einen Punkt in Flensburg. Außerdem kann sich das Versäumnis negativ auf den Versicherungsschutz auswirken.

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Änderungen bei der Autoversicherung

Wie in jedem Jahr ändern sich auch 2016 wieder die Typ- und Regionalklassen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung. Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge profitieren etwa 20 Prozent der Autofahrer von den neuen Regeln, denen die Schadensbilanz der einzelnen Regionen zugrundeliegt. Ungefähr 15 Prozent werden heraufgestuft, müssen im kommenden Jahr also mehr für ihre Autoversicherung zahlen.

Besonders niedrige Regionalklassen gibt es in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. In Berlin gibt es die höchste Einstufung. Für Teil- und Vollkaskoversicherte bleibt laut GDV dagegen fast alles beim alten.