Tesla Daimler soll gemieteten Tesla ramponiert haben

Tesla Modell X

(Foto: Reuters)

Der Autobauer habe das Fahrzeug unter extremen Bedingungen geprüft und auseinandergebaut, heißt es in einem Medienbericht. Der Schaden belaufe sich auf eine fünfstellige Summe.

Ein Ehepaar aus Bayern lieh dem Autovermieter Sixt einen Tesla - und bekam den Wagen ramponiert zurück. Der Schaden belaufe sich laut einem Gutachter auf rund 18 000 Euro. Der Grund dafür sind offenbar Testfahrten des Tesla-Konkurrenten Daimler, wie der Spiegel berichtet.

Die Besitzer waren den Testfahrten über die Ortungsfunktion des Tesla Model X auf die Spur gekommen. Sie lokalisierten es unter anderem auf Teststrecken nahe Barcelona. Dort soll der Wagen dann Extrembedingungen ausgesetzt worden sein - unter anderem fuhr er bei Hitze und auf einer Rüttelstrecke. Zudem wurde der Wagen offenbar auseinandergebaut und wiederzusammengeschraubt. Im Handschuhfach habe bei der Rückgabe noch ein Zettel gelegen, der auf eine Verbindung zu Daimler hinwies.

Im ursprünglichen Mietvertrag mit Sixt waren sowohl das Auseinanderbauen als auch die Nutzung auf Teststrecken ausgeschlossen. Sixt teilte mit, man habe die gutachterlich festgestellten Schäden, die Wertminderung und die Gutachterkosten beglichen. Sixt hatte Daimler nicht als Kunden genannt.

Daimler war für eine Anfrage am Samstag nicht zu erreichen. Dem Magazin teilte der Autokonzern mit, dass die Anmietung von Fahrzeugen zu "Vergleichsfahrten" ein "in der Automobilbranche üblicher Vorgang" sei.

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