Von Georg Kacher

Vor 25 Jahren ging der BMW M3 an den Start und verdreht seitdem selbst gestandenen Familienvätern den Kopf.

Bei der BMW M GmbH kommt man aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Ende 2009 knallten die Korken zum 25. Jubiläum des M5, in diesem Jahr ist der M3 an der Reihe. Und zum Zelebrieren dieses ersten Vierteljahrhunderts luden die Bayern auf die Ascari-Rennstrecke in den Bergen hoch über Malaga. Doch alles der Reihe nach.

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Wir blenden zunächst zurück in den Sommer 1990. Vier Jahre nach dem Debüt des ersten M3 versilberte BMW seine Motorsporterfolge mit dem Cecotto-Sondermodell und mit dem inzwischen zur Ikone gereiften Sport Evo, der aus dem 2,5-Liter-Vierzylinder stramme 238 PS herausholte. Schon damals galt das Hochdrehzahl-Konzept nicht nur für die bei 7000 Touren anliegende Nennleistung, sondern auch für das bei 4750 Umdrehungen eingepflockte Drehmoment-Gipfelkreuz. Keine Klimaanlage und kein Schiebedach trübten das Vergnügen, aber dafür gab es quietschrote Gurte und den besten Sound seit den Live-Konzerten von Spider Murphy.

Die zweite M3-Serie startete 1992 schaumgebremst mit einem 286 PS starken 3,0-Liter-Motor, der von null auf 100 km/h nur eine halbe Sekunde schneller beschleunigte als der charismatischere und sparsamere Sport Evo. Zusätzlich zum Cabrio hatte BMW damals die M3 Limousine aufgelegt, deren Auftritt allerdings kaum mehr Überholprestige in den Rückspiegel des Vordermanns zauberte als ein taxifarbener Touring.

Kein M3 war rarer als der auf 350 Exemplare limitierte GT, der trotz edler Ledersitze und grüner Sonderlackierung speziell für den Rennsport entwickelt worden war. Die 3,0-Liter-Maschine mobilisierte zwar fetzige 295 PS, doch das Drehmoment blieb nahezu konstant und das Sprintvermögen verbesserte sich nur um ein akademisches Zehntel.

Richtig gut war der M3 II eigentlich erst mit dem 3,2-Liter-Triebwerk, das exorbitante 7400 Umdrehungen bemühen musste, um die voll im Saft stehenden 321 PS durch die Schaltgassen zu jagen. Sequenziell-manuelles Getriebe, kurz: SMG, hieß die Zauberformel, mit der BMW von 1997 an die Kunden vom Technologietransfer aus dem Motorsport überzeugen wollte.

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