Zur Entlastung der Bosporus-Meerenge plant die türkische Regierung den Bau eines zweiten Kanals. Ebenfalls geplant: eine dritte Brücke über den Bosporus und ein dritter Flughafen für Istanbul.
Mit dem Bau eines bis zu 50 Kilometer langen Kanals will die Türkei die vom Schiffsverkehr verstopfte Bosporus-Meerenge vor der Metropole Istanbul entlasten. "Wir krempeln die Ärmel hoch für den Istanbul-Kanal, eines der größten Projekte des Jahrhunderts", kündigte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in Istanbul an.
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Der Bosporus ist das Nadelöhr der Türkei: Bereits 1979 und 1994 kollidierten Öltanker - Dutzende Menschen starben. (© AP)
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Die Vorstudien zu dem Mammut-Projekt sollen nach den Wahlen im Juni beginnen. Die Wasserstraße soll den Angaben Erdogans zufolge 150 Meter breit und 25 Meter tief sein.
Der Kanal, über dessen Bau seit Wochen spekuliert wurde, soll auf der europäischen Seite der Zwölf-Millionen-Metropole Istanbul verlaufen. Er soll das Schwarze Meer und das Marmara-Meer verbinden und täglich bis zu 160 Handelsschiffen und Tankern die Möglichkeit der Passage bieten.
Als Eröffnungsjahr peilt Erdogan das Jahr 2023 an, in dem die türkische Republik ihren 100. Geburtstag feiert. Das Marmara-Meer ist ein Binnenmeer des Mittelmeers, das über den Bosporus und die Dardanellen die Ägäis mit dem Schwarzen Meer verbindet.
Erdogan bezeichnete den geplanten Bau als "eines der größten Projekte aller Zeiten", das den Panama- und den Suez-Kanal überstrahlen werde. Neben der Entlastung des Schiffsverkehrs in der Bosporus-Meerenge stehe vor allem der Umweltschutz im Vordergrund, hob er hervor.
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"Schwarzbuch WWF"
Wie waer's mit:
B21 ?
Tuerkei sollte moeglichst schnell der EU beitreten.
Dann zahlt Berlin fuer die Projekte.