Fahrradtrends 2016Dieses E-Bike ist so teuer wie ein Auto

Ursprünglich für das Militär entwickelt, können jetzt auch normale Radfahrer das Trefecta kaufen. Wenn nur der astronomische Preis nicht wäre. Die Fahrradtrends der Saison.

Von Felix Reek, Thomas Harloff und Benjamin Köbler-Linsner

E-Bike mit der Power eines Motorrads: Trefecta

Auf einem Pressebild sieht es natürlich cooler aus, in Lederjacke und ohne Helm durch einen Tunnel zu rasen, als genau das mit Schutzkleidung zu tun. Doch die hat der Fahrer des Trefecta bitter nötig. Denn das E-Bike erreicht bis zu 45 km/h. Um damit zu fahren, benötigt man mindestens einen Moped-Führerschein. Auf Wunsch lässt sich die Geschwindigkeits-Einschränkung aufheben. Die Offroad-Variante des Fahrrades beschleunigt auf 70 km/h, die elektrische Unterstützung reicht für maximal 120 Kilometer.

Ursprünglich wurde das Trefecta für das Militär entwickelt. Das erklärt das martialische Design. Es trägt bis zu 140 Kilogramm - das Gewicht eines Soldaten mit Ausrüstung. Alle bisherigen Exemplare hat das niederländische Unternehmen jedoch an normale Radfahrer verkauft.

In Handarbeit fertigte Trefecta bisher vier Versionen des Fahrrads, das sich an die Wünsche der Kunden anpassen lässt. Per App kann das E-Bike geortet und seine Federung eingestellt werden. Größtes Manko ist allerdings der Preis. Das Trefecta kostet so viel wie ein Auto. 22 500 Euro berechnet das Unternehmen mindestens, durch diverse Extras steigt der Preis schnell an.

Dass die Niederländer damit kein Massenpublikum erreichen, ist auch ihnen klar. Sie arbeiten bereits an einem neuen Fahrrad, das wesentlich günstiger sein soll.

Bild: Trefecta 28. April 2016, 09:382016-04-28 09:38:49 © SZ.de/reek/harl/cag/dho/rus/dd