Alfa Romeo ist mehr als eine Auto-Marke, es ist ein Mythos. Doch die Italiener kämpften eigentlich immer mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Jetzt zeigt Volkswagen Interesse.
The Graduate hatte alles, was ein Film 1967 brauchte, um Kult zu werden. Da war mit Benjamin Braddock ein Typ, der keinen Plan hatte. Ganz nett, aber leider ohne Sinn für das Wesentliche und die eigene Karriereplanung. Der sich nach dem College lieber erst mal treiben lässt. Der sich durch Kalifornien träumt, während Simon und Garfunkel dazu den Soundtrack des Sommers klampfen.
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Und es geht darum, dass dieser Braddock erst ein paar Mal mit der reiferen Mrs. Robinson ins Hotelbett steigt, bis er die Vorzüge von deren Tochter Elaine entdeckt und sich schwer verliebt. Eine verheiratete Frau, die einen jüngeren Liebhaber verführt; ein romantischer, zielloser Zwanzigjähriger, der die Liebe seines Lebens am Ende vom Altar wegzerrt.
Der Film, der in Deutschland unter dem Namen Die Reifeprüfung in die Kinos kam, war ein harter Brocken für das moralisch anständige Amerika der 60er Jahre. Und vor allem ein Glücksfall für die Marke Alfa Romeo, denn noch nie zuvor war ein Produkt so genial platziert worden wie hier auf den Straßen der Westküste. Der eigentliche Hauptdarsteller - neben Dustin Hoffman und Anne Bancroft - war ein roter Alfa Spider, ein 1600er Duetto, der 100 Minuten lang durch den Streifen rast.
Fünfganggetriebe, Vierrad-Scheibenbremsen, knautschige Kunstledersitze. Relativ klein für die großen Straßen Amerikas, rund, frech, und vor allem schnell. Es gibt diese Sequenzen, in denen Hoffman auf dem Highway an den dicken US-Limousinen vorbeizieht. In denen der italienische Motor kurz aufheult, und all die GMs, Fords und Chryslers mit den sauberen amerikanischen Vertretertypen am Steuer nur noch im Rückspiegel zu sehen sind.
Das sind nicht nur die Momente, in denen Braddock, der Ziellose, und Träumer, die Spießer abhängt. Es sind vor allem Szenen, in denen ein kleiner italienischer Sportwagen an großen, schwerfälligen Ami-Schlitten vorbeiröhrt. Keine Werbekampagne hätte das damals besser hingekriegt.
Alfa Romeo, jene 1910 gegründete italienische Sportwagenmarke, die in Europa längst Kult war, wurde nun auch in den USA zu einem Mythos. Und doch war dies keineswegs eine Garantie auf ewigen Erfolg. Die Italiener mussten erkennen, dass Kultstatus eine Sache ist. Langfristiger Erfolg eine andere.
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"Societa Anonima Lombarda Fabbrica Automobili (Lombardische Gesellschaft zur Fabrikation von Autos)" Falsch übersetzt. "Società Anonima" heißt "Aktiengesellschaft"; Also: "Lombardische Autobau AG".
"Alfa, das ist im Italienischen nicht 'das Auto', sondern la macchina." Grundfalsch. Im Italienischen heißt jedes Auto "la macchina". Seit eh und je.
Nicht jeder SZ-Autor muss Landeskunde haben; aber er sollte sie nicht vortäuschen - das ist eigentlich der SZ unwürdig.
@hallo23: Falls sie auf den Metallpartikel abzielen, der den ersten Zylinder beschädigt hat, dann sollten sie differenzieren: Im Ganzen hat der 159 V6 ziemlich gut abgeschnitten und sich der 5Zylinder nur wegen des besagten Ausnahmedefekts in die itte einsortiert. Somit gibt es am 159 nichts auszusetzen. Weiterhin hat der Fiat 500 Passat und Co in dieser Bewertung weit hintersich gelassen. Was wird erst aus dem neuen Alfa, der 2011/2012? Die ganze automobile Welt steht derzeit Kopf wegen der anstehenden Neuerscheinungen.
Hier sollte man die Kirche im Dorf lassen und Respekt dem zollen, dem er gebührt. Alfa Romeo hat sich zu einer Wertanlage hinaufkatapultiert. Während sich die alten Modelle der 90er Jahre für Centbeträge kaufen lassen, legen sich Sammler heutige Modelle wie den C8 als Wertanlage mit 300% Rendite an. Seit dem 500 werkeln Ferrari-Ingenieure an den Modellpaletten und gnade Gott, sie erreichen nur annährend die Perfektion und Qualität des F458 Italia, dann kann Volkswagen auch in Europa mit seinen Legoautos einpacken. Porsche ist nach wie vor das qualitativ beste Pferd im Stall des Konzerns und nicht wenige Kritiker prophezeihen, dass diese Marke das selbe Ende nehmen wird wie Lamborghini.
Zudem sollte VW beten, dass nicht die nächste Krise frühzeitig kommt; ohne Steuerzahler, Kurzarbeit etc. hätten die bei der letzten Krise schon fast einpacken können, während Fiat die ganze Geschichte nicht einmal gejuckt hat. Das kritisiere ich an unseren Unternehmen: Sie sind kurzfristig rentabel, aber nicht Standhaft. Die kleinste Erschütterung bringt sie ins Wanken.
Herr Fromm schreibt als Lakaie des machtbesessenen, gebürtigen Österreichers Piechs, der Scania, und MAN zusammen schweissen will, nachdem er sich gerade Porsche einverleibt hat.
Dabei muss der aufpassen, dass er in seinem ungebremsten Kaufrausch nicht vor lauter feuchten Träumen sich plötzlich an einer "Roten" verschluckt und keine Luft mehr bekommt. Ich meine nicht Alfa Romeo, sondern Ferrari. Fiat hat gerade die Dubai-Anteile zurückgekauft, um sich eventuell bei Verkauf von 39% Anteilen Geld für mehr Crysler Anteile zu beschaffen. Dabei könnte aber Piech übersehen haben, dass es da ja schon einen Technologietransfer mit Mercedes gegeben hat und dass das Iveco LKW Geschäft auch interessant ist. Und wenn sich Mercedes und Marchionne verbünden, dann, ja was dann, Herr Piech und Herr Fromm? Totgesagte leben länger ! Alfa ist Leidenschaft.
Das sind keine alten Klischees sondern Alltag. Schaun Sie sich mal die 100.000km Tests bei Autobild an. Selbst der hochgelobte 159 taugt nichts, wiedereinmal Schade eigentlich. Im Gesamtergebnis war Alfa auf den letzten plätzen, zusammen mit den Franzosen. Auch keine Überraschung.
Bevor die Italiener Alfa verkaufen, müssen die 100 Mal Bankrott gehen und daraus wird wohl nichts. Fiat ist dabei, nach Toyota zweitgrößter Hersteller der Welt zu werden.
@hallo23: Alte Klischees aus der Schublade zu holen nutzt da wenig. Soll VW ebenfalls wie FIAT/Alfa 500.000 km Garantie anbieten, aber das würde wohl zum Bankrott führen. Soviel zur Langzeitqualität! Der Kleinste aus dem Konzern (500 cc) wird am Ende immer mehr Wert sein als der Größte aus Wolfsburg. Das ist nämlich der Unterschied zwischen einem Blech auf 4 Rädern und einem Automobil aus Leidenschaft.
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