Neue Probleme beim Airbus-Großflugzeug A380: Kommt es an Bord zu einem starken Druckabfall, könnte sich im schlimmsten Fall die Rumpfspitze des Flugzeugs lösen. Die verbauten Aluminiumnieten sollen deshalb durch stabilere Titanteile ersetzt werden.
Erst die Flügel, jetzt der Rumpf: Die europäische Luftsicherheitsbehörde hat Mängel an der Flugzeugspitze des Airbus A380 ausgemacht. Die Aufsicht bereitet derzeit eine Sicherheitsanweisung an die Fluggesellschaften vor, die das Auswechseln von sechs Aluminiumnieten an einem Holm an den Flugzeugspitzen vorschreiben wird. Sie sollten gegen Verbindungselemente aus Titan ersetzt werden, erklärte ein Sprecher der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. Bei der derzeitigen Konstruktion könnte sich in einer Extremsituationen - etwa einem starken Druckabfall - die Rumpfspitze des Flugzeugs lösen.
Bild vergrößern
Der Airbus A380, Archivbild von 2006.
Anzeige
Airbus hatte das Problem nach eigenen Angaben bereits im vergangenen Jahr selbst entdeckt und die Fluggesellschaften im Oktober 2011 darüber informiert. Es gebe keinerlei akute Sicherheitsgefahr und der Austausch der sechs Nieten sei innerhalb von dreieinhalb Stunden erledigt, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Auch die Aufsicht warnte vor Panikmache. "Das ist keine große Sache", sagte der Sprecher. Jedes Jahr würden mehrere hundert derartige Direktiven veröffentlicht. 2011 seien es 311 gewesen. "Die Anweisungen sind Teil eines ständigen Verbesserungsprozesses im Luftverkehr", hieß es von Airbus.
In dem Entwurf für die sogenannte Lufttüchtigkeitsanweisung wird eine achtmonatige Frist vorgeschlagen, um das Problem zu beheben. Hersteller und Fluggesellschaften haben noch bis zum 14. März Zeit, das Papier zu kommentieren.
Der Airbus A380 war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil die Aufsicht wegen Rissen in Flügelteilen eine Überprüfung aller Maschinen anordnete. Airbus hat einen Fehler im Herstellungsprozess eingeräumt, betont aber, dass die A380-Flugzeuge dennoch vollkommen sicher seien. Der Nietenaustausch steht nach Unternehmensangaben in keinerlei Verbindung mit dem Flügelproblem.
- Thema
- Schiene-Wasser-Luft RSS
- Airbus A380 Schwachstelle unter der Haut 05.02.2012
- Elektromotoren für Flugzeuge In aller Stille 12.02.2012
- Erster Langstreckenflug mit der Boeing 787 Wunder dauern etwas länger 30.01.2012
- Containerschifffahrt Kisten-Schlacht 16.01.2012
- Flugzeugunfälle Auf gutem Kurs 10.01.2012
- Vulkanasche im Luftverkehr "98 Prozent der Flüge hätten stattfinden können" 20.12.2011
(Süddeutsche.de/dpa/gie/hgn/bbr)
erst verliert er triebwerke, dann könnte sich die nase lösen.. also irgendwie fällt der vogel langsam auseinander. würde dickes isolierband empfehlen. einmal rumgewickelt, dann hält das schon ;-)
Auch bei Michael Jackson ist die Nase langsam abgefallen!
Der Supervogel von Airbus ist schon eine Wucht ...
in JEDER Hinsicht.
Bereits zweimal hatte ich die Gelegenheit, jeweils einen TransAtlantikFlug in diesem neuartigen Flugzeug zu erleben.
Angst ?
Keine, auch nicht mit dem Pannen-Wissen im Hinterkopf.
Würde ich zu den allgegenwärtigen Pessimisten gehören, würde ich wohl meinen, daß die sechs Aluminium-Nieten 'lebensbedrohlich' sein können und so schnell als irgend möglich auszutauschen sind.
Steckt da nicht vielleicht auch ein bisschen die Konkurrenz dahinter,
die möglicherweise versucht, JEDES Airbus-Problem hochzukochen, bis es überkocht ... nur um den Konkurrenten zu schaden?
Ich hoffe, NEIN !!
Wenn ich frühmorgens mit 'verschlafenen' Augen aus meinem Bett steige, habe ich auch ein bestimmtes, sicher auch berechenbares Risiko ... einfach 'LebensRisiko'.
Also, hängt doch diese Nachrichten ein bisschen tiefer auf ...
und macht nicht so viel Wind darüber !!
FLIEGEN ist trotz allem eine wunderbare Sache, und relativ sicher.
'Über den Wolken' ... singen oder summen Sie einfach mit !!