UN-Gipfel zur NachhaltigkeitFehlstart in Rio

Wozu noch diese Konferenz? Das fragen sich Umweltschützer verbittert, nachdem sich die Teilnehmer des UN-Gipfels in Rio de Janeiro schon vor dem Treffen auf einen Kompromiss geeinigt haben. Die Hoffnung, dass die Staatenlenker sich im Kampf gegen Umweltzerstörung, Armut und Krankheit ähnlich ins Zeug legen würden wie zur Bewältigung der Schulden-, Finanz- und Wirtschaftskrisen, hat sich zerschlagen.

Die Teilnehmer des UN-Nachhaltigkeitsgipfels im brasilianischen Rio de Janeiro haben sich bereits vor Tagungsbeginn auf einen Entwurf der Abschlusserklärung geeinigt. Wie dringend es notwendig ist, sich um die Umwelt zu kümmern, hätten sie bei einem Besuch der Guanabara-Bucht in Rio persönlich erfahren können:

Die Bucht war einmal ein gesundes Ökosystem mit großen Fischbeständen und sauberen Stränden. Entwaldung und Stadtentwicklung haben das Ökosystems zerstört, heute ist die Bucht mit Müll übersät uhd zudem mit Öl verschmutzt. Im Jahr 2000 schlug eine Unterwasser-Pipeline leck, rund eine Million Liter Rohöl verseuchten die Bucht.

Bild: Getty Images 20. Juni 2012, 15:172012-06-20 15:17:45 © Süddeutsche.de/kemp/mcs