Gefährlicher Darmkeim:USA reagieren auf erste Infektionen

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Während weiter fieberhaft nach der Infektionsquelle gesucht wird, ist der hochgefährliche Darmkeim weiter auf dem Vormarsch: Auch bei zwei in Deutschland stationierten Angehörigen des US-Militärs gibt es nun einen Ehec-Verdacht. Das teilte das staatliche Zentrum für die Eindämmung von Erkrankungen (CDC) in Atlanta mit.

Zuvor hatten vier Erwachsene aus den USA nach ihrer Rückkehr aus Deutschland Anzeichen der lebensgefährlichen Ehec-Komplikation, dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), entwickelt. Allerdings ist nach Angaben der Behörden noch nicht sicher, ob sie sich am deutschen Ehec-Erreger ansteckten.

Die US-Lebensmittelbehörde (FDA) untersucht vorsorglich Gemüselieferungen aus Spanien und Deutschland. "Jeglichem Produkt, das sich als verseucht herausstellt, wird die Einfuhr verweigert", erklärte der zuständige FDA-Vertreter David Elder. Allerdings gab die Behörde an, nicht mit einer Verbreitung des Erregers in die USA zu rechnen.

Der Großteil des in den USA im Sommer verzehrten Gemüses wird im Land selber angebaut oder stammt aus Mexiko und Kanada. Weniger als 0,2 Prozent der eingeführten Gurken, Salate und Tomaten stammen der Lebensmittelbehörde zufolge aus Spanien oder Deutschland.

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