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Klimawandel:Schwindender Schnee am Kilimandscharo

Die Eiskappe am höchsten Berg Afrikas ist in den vergangenen 100 Jahren dramatisch zusammengeschmolzen. Sie könnte bald ganz weg sein.

Schon in 20 Jahren könnte der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, durch den Klimawandel seine Gletscherkrone verlieren. Davor warnen Forscher der Ohio State University, die seit langem den Rückgang der Gletscher an dem Berg in Tansania verfolgen.

Kilimandscharo
(Foto: Foto: dpa)

Bereits in den vergangenen Jahren war das Eisfeld sichtlich geschrumpft. Die Wissenschaftler führen die Schmelze auf gestiegene Temperaturen, gesunkene Niederschläge und abnehmende Bewölkung in Tansania zurück.

Das Forscherteam hatte Größe und Dichte des seit schätzungsweise 12.000 Jahren existierenden Gletschers sowohl mit direkten Messungen, als auch mit Hilfe von Luftaufnahmen untersucht.

Schätzungen zufolge ist die Eismasse zwischen 1912 und 2007 um etwa 85 Prozent geschrumpft. In der jüngeren Zeit war der Schwund besonders stark: Von 2000 bis 2007 schmolz der noch vorhandene Gletscher um mehr als ein Viertel. Sollte sich an den Klimabedingungen nichts ändern, könnte der Gletscher schon zwischen 2022 und 2033 verschwunden sein.

© SZ vom 03.11.2009/beu

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