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Nasa:Raumfahrt-Legende Katherine Johnson verstorben

War an der ersten bemannten Mondlandung beteiligt: die Mathematikerin Katherine Johnson, hier an ihrem Schreibtisch am Langley Research Center.

(Foto: AFP)
  • Die US-Mathematikerin Katherine Johnson ist im Alter von 101 Jahren gestorben.
  • Sie führte in den 1950er-Jahren für die US-Raumfahrtbehörde Nasa komplizierte Berechnungen durch und arbeitete bei der ersten Mondlandung mit.
  • Johnson wurde 2015 vom damaligen US-Präsidenten Obama mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten geehrt und war Vorbild des Films "Hidden Figures".

Die Mathematikerin Katherine Johnson ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Sie arbeitete für die US-Raumfahrtbehörde Nasa an der ersten bemannten Mondlandung 1969 mit.

"Mit Trauer hat unsere Nasa-Familie die Nachricht bekommen, dass Katherine Johnson heute Morgen (...) gestorben ist", schrieb Nasa-Chef Jim Bridenstine am Montag per Twitter. "Sie war eine amerikanische Heldin und eine Pionier-Legende, die nie vergessen werden wird."

Johnson, die am 26. August 1918 in White Sulphur Springs in West Virginia geboren wurde, arbeitete im Nasa-Forschungszentrum Langley von 1953 bis zu ihrer Verrentung 1986. Sie gehörte zu einer kleinen Gruppe afroamerikanischer Frauen, die für die Nasa ab den 1950er Jahren komplizierte Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte - dafür öffentlich aber keinerlei Anerkennung erfuhr. Erst 2016 wurden Johnson und einige ihrer Kolleginnen durch den erfolgreichen Hollywood-Film "Hidden Figures" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Johnson wurde 2015 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten, einer der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, geehrt. Außerdem benannte die Nasa ein wissenschaftliches Forschungszentrum nach ihr.

© SZ.de/dpa/fie
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