bedeckt München 16°
vgwortpixel

"Hangry":Warum Hunger wütend macht

Die Wut hinter dem Steuer: Kann schon auch mal vom Hunger herrühren.

(Foto: serow/Getty Images)

Wird jemand mit einem Mal aggressiv oder behandelt andere ungerecht, kann ein leerer Magen dahinter stecken. Wie Hunger und Wut zusammenhängen.

Es kann sehr lästig sein, wenn der Partner einen gut kennt. Zum Beispiel beim Autofahren: Der Verkehr fließt zäh, auf beiden Spuren der stets verstopften Kfz-Hauptschlagader der Stadt kriecht je ein Blechwurm dahin. Dann will einer ein paar Plätze in der Schlange gutmachen und versucht, sich vor einen zu quetschen. Wozu? So ein Depp! Was soll das denn jetzt? Ein heißer Schwall aus Wut strömt durch Gemüt und Körper jenes Fahrers, der den anderen widerwillig in die Kolonne einscheren lässt. Hektik bricht aus, die Stoßstange berührt beinahe die des Dränglers, der schräg vor einem steht. "Hast du wieder Hunger?", fragt da auf einmal die Frau auf dem Beifahrersitz, und Wut wandelt sich zu Scham. Ja, sie hat recht, schon wieder. Das Problem sind weder Verkehr noch penetrante Fahrer: Es ist der leere Magen, der die Laune verhagelt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Coronavirus in Italien
Von der Macht der emergenza
Teaser image
Paartherapeut im Interview
"Wenn die Liebe anfängt, wird es langweilig"
Teaser image
Psychologie
Was einen guten Therapeuten ausmacht
Teaser image
Archäologie
Auf ewig gekrönt
Teaser image
Ernährung
Klimaschutz in der Kantine
Zur SZ-Startseite