Glühbirnenverbot Wohin entwickelt sich die LED-Technik?

LED-Lampen sind inzwischen ernste Konkurrenten der Energiesparlampen geworden. Die Halbleiterprodukte haben nicht nur eine höhere Lebensdauer und in vielen Punkten bessere Eigenschaften, die den höheren Anschaffungspreis rechtfertigen können. Auch ihr Energieverbrauch liegt noch einmal niediger. Längst sind einige gute Produkte auf dem Markt, die um die 700 Lumen Licht geben und damit 60-Watt-Glühbirnen gut ersetzen können. Ihre Preise sinken: der Hersteller Osram hat bereits das erste Leuchtmittel für weniger als zehn Euro angekündigt. Angeboten werden auch kerzenförmige Leuchtmittel mit Klarglas, die vom Aussehen her mühelos in einem Kronleuchter gedreht werden können.

Die leistungsfähigsten Birnen haben aber sehr technisch aussehende Kühlkörper, die die Ästhetik einer beleuchteten Glaskuppel ruinieren können. Nun versucht sich die Industrie auch an der 100-Watt-Klasse. Wo die Kühlrippen zu groß und klotzig werden, experimentieren die Firmen mit vibrierenden Membranen, die Luft herbei fächeln.

LEDs haben den großen Vorteil, dass die leuchtenden Chips sehr flach sind. Längst sind die Designer daher aus der klassischen Formensprache ausgebrochen und kreieren ganz neue Leuchten. Der Markt wird auch nicht mehr von den alten Lampenherstellern Philips und Osram beherrscht. In das Geschäft mit den Leuchtdioden und deren Elektronik steigen auch Newcomer wie die österreichische Ledon und Elektronikhersteller wie LG, Toshiba und Samsung ein.