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Weltall:Wiederverwendbares Raumschiff landet in China

Das mit einer Rakete vom Typ "Langer Marsch 2F" ins All gestartete Raumschiff soll nach einem zweitägigen Aufenthalt im All zur Erde zurückgekehrt und auf der vorbestimmten Landebahn gelandet sein. Im Bild ein Start vor wenigen Wochen.

(Foto: NOEL CELIS/AFP)

Für das Land ist es ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung eigener Raumfähren, ähnlich den US-Spaceshuttles. Details des Gefährts werden jedoch geheim gehalten.

Nach zwei Tagen im All ist Chinas erstes wiederverwendbares Raumschiff auf die Erde zurückgekehrt. Es landete wie geplant in der Stadt Jiuquan, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Der Flug sei ein wichtiger Durchbruch für die Forschung zu wiederverwendbaren Raumschiffen, die einen bequemeren und günstigen Weg versprechen würden, das All zu erreichen.

Das Raumschiff war am Freitag vom Weltraumbahnhof Jiuquan im Norden der Volksrepublik gestartet. Seine Größe und Form sind unbekannt. Die chinesischen Staatsmedien haben keine Bilder veröffentlicht. Außerdem scheint es rund um den Start erhöhte Sicherheitsmaßnahmen gegeben zu haben, die es auch verhindert haben sollen, dass Fotos in die sozialen Netzwerke geraten.

Auch sonst hat das vom Militär geführte Raumforschungsprogramm kaum Details darüber veröffentlicht. 2017 hatte der Staat das Ziel 2020 für Tests mit einem wiederverwendbaren Raumschiff ausgegeben. Dieses Ziel scheint nun erreicht worden zu sein. Allerdings ist der Test nur ein erster Schritt in dem langfristig angelegten Raumfahrt-Projekt. Dem Fachportal spacenews.com zufolge soll bis 2030 ein sogenanntes Single-stage-to-orbit-Gefährt entwickelt werden, ähnlich wie das US-amerikanische Spaceshuttle. Schlussendlich soll 2045 ein nuklearbetriebenes Shuttle im Einsatz sein.

China brachte erstmals 2003 einen Astronauten ins All. Eine Robotersonde landete bereits auf dem Mond und ein Raumschiff ist auf dem Weg zum Mars.

© SZ.de/AP/dpa/pram/jsa
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