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Tiere, die uns nicht gefallen:Unansehnlich und gefährdet

Manche Tiere haben es doppelt schwer: Sie sind vom Aussterben bedroht, doch kaum einen interessiert es. Denn wir empfinden diese Tiere als hässlich oder bizarr. Dabei sind sie für die Ökosysteme genauso wichtig wie jede eitle Schönheit. Eine kleine Auswahl.

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Quelle: dpa

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Manche Tiere haben es doppelt schwer: Sie sind vom Aussterben bedroht, doch kaum einen interessiert es. Denn diese Tiere sehen hässlich aus oder zumindest bizarr. Dem Ökosystem ist das natürlich völlig egal. Deshalb sollte es auch allen, die am Schutz der Umwelt interessiert sind,  gleichgültig sein. Eine kleine Auswahl eher unschöner Arten.

Dass flauschiges Fell nicht immer ausreichend ist, um niedlich zu erscheinen, zeigt das Aye-Aye. Die nachtaktive Tierart bewohnt nur noch kleine Regenwaldgebiete in Nordwest- und vor allem in Nordost-Madagaskar. Da das Tier jedoch der einzige derzeit noch lebende Vertreter aus der Familie der Fingertiere ist, wurde ihm eine hohe Schutzpriorität zugewiesen. 

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Quelle: dpa

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Das Überleben des als gefährdet geltenden Nacktmulls liegt nur wenigen am Herzen. Dabei hat der kleine Nager, der vor allem in Ostafrika zuhause ist, einiges zu bieten. Er lebt in unterirdischen Hofstaaten mit bis zu 300 Mitgliedern - hochorganisiert, wie sonst nur Bienen und Ameisen. Doch wer keine Haare hat, hat es schwer, die Sympathien der Menschen zu erringen. 

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Quelle: AFP

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Alle Geier, nicht nur der hier gezeigte Kapgeier, haben es schwer, Sympathie zu wecken - jedenfalls wenn man sie aus der Nähe betrachtet oder bei der Nahrungsaufnahme beobachtet. Aasfresser dieser Art, die im südlichen Afrika vorkommen, gelten der Roten Liste zufolge als gefährdet.

Tasmanian Devil named Tex stretches his jaws open in his enclosure at Sydney's Taronga Zoo

Quelle: Tim Wimborne/Reuters

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Stark gefährdet sind die als Beutel- oder auch Tasmanischer Teufel bezeichneten Beuteltiere. Auf dem australischen Festland sind sie schon lange verschwunden, auf Tasmanien existieren sie noch. Allerdings werden die Population durch eine Krankheit dezimiert: dem Devil Facial Tumour Disease (DFTD), einer Art Gesichtskrebs.

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Quelle: AP

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Als eher glitschig-schleimige Tiere haben es Amphibien wie dieser gefährdete südamerikanische Vertreter der Gattung Agalychnis eher schwer, Spendengelder einzuwerben. Beliebter sind eben kuschelig-pelzige Tierchen.

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Quelle: AP

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Was für Frösche gilt, gilt noch mehr für Kröten wie die stark gefährdete afrikanische Kihansi-Gischtkröte mit ihrer warzigen Haut, die in der freien Wildbahn bereits nicht mehr zu finden ist.

Fledermaus

Quelle: REUTERS

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Einen Imagewandel haben in den vergangenen Jahren immerhin Fledermäuse und Flughunde (Foto) erfahren - trotz ihrer sonderbaren oder gar bedrohlich wirkenden Gestalt. Dank der Aktivitäten von Umweltschützern werden die fliegenden Säugetiere inzwischen weithin als schützenswert angesehen.

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Quelle: dpa

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Vom Aussterben bedroht ist die Karibische Rundschwanz-Seekuh. Eigentlich müsste das Tier, das in der Natur in tropischen Gewässern zu finden ist, See-Elefant heißen, denn diese sind ihre nächsten Verwandten. Etwas von einem Elefanten hat auch das ...

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Quelle: dpa

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... Rüsselhündchen, nämlich seine lange und rüsselförmige Schnauze. Diese verleiht dem ansonsten recht possierlich aussehenden Tierchen eine etwas bizarre Anmutung. Das Rüsselhündchen ist im östlichen Afrika beheimatet. Wegen der Zerstörung seines Lebensraumes gilt es als gefährdet. 

Kasuar

Quelle: DPA-SZ

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Eindrucksvoll - aber nicht unbedingt hübsch - sind die Kasuare, flugunfähigen Großvögel aus den Regenwäldern Australiens und Neuguineas. Die Tiere sind der Roten Liste zufolge gefährdet.

Europäischer Edelkrebs wird in Mecklenburg nachgezüchtet

Quelle: dpa

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In Europas Binnengewässern fast ausgestorben sind Flusskrebse wie der Europäische Edelkrebs - und wen hat das wirklich interessiert? Inzwischen werden sie nachgezüchtet und wieder angesiedelt.

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Quelle: dpa

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Ebenfalls stark bedroht ist die Buckelkopf-Brasse - zumindest in Asien. Dort wird der Fisch nämlich sehr geschätzt, allerdings nicht wegen seines mit dem großen Kopf und den wulstigen Lippen recht bulligen Aussehens, sondern wegen seines Geschmacks.

© sueddeutsche.de/dpa/gal/jkr/mcs

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