Archäologie - Duisburg:Zeugnis des frühen Mittelalters: Stadtmauer restauriert

Archäologie
Blick auf einen Teil der ältesten erhaltenen nachrömischen Stadtmauer Deutschlands. Foto: Roland Weihrauch/dpa (Foto: dpa)

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Duisburg (dpa/lnw) - Nach knapp 20 Jahren sind in Duisburg die Arbeiten an der wohl ältesten noch erhaltenen nachrömischen Stadtmauer Deutschlands abgeschlossen. Die Mauer sei außergewöhnlich gut erhalten und deshalb ein wichtiges Zeugnis für das Mittelalter, teilte das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland im Dienstag mit. Errichtet wurde die Wehrmauer vor allem zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert, es gebe aber auch Bausubstanz aus dem 10. Jahrhundert. Damit gelte die Mauer als älteste noch erhaltene nachrömische Stadtmauer Deutschlands.

Im Laufe der Jahrhunderte war das Bauwerk für den Hochwasserschutz am Rhein teilweise zugeschüttet worden - was für Archäologen und Denkmalpfleger ein Glücksfall war. Denn so überstand die Stadtmauer die lange Zeit unbeschadet. Schließlich hätten Industriegebäude im Duisburger Hafen das Bauwerk fast komplett verdeckt.

Erst nachdem dort alte Industriehallen abgerissen wurden, war die mittelalterliche Stadtmauer wieder frei zugänglich und konnte restauriert werden. Löcher in der Mauer seien mit passend hergestellten Backsteinen oder mit historischen Backsteinen ausgebessert worden, teilten die Denkmalpfleger mit. Heute seien am Rande der Duisburger Innenstadt mehrere Teilstücke mit einer Gesamtlänge von etwa einem Kilometer erhalten.

© dpa-infocom, dpa:231128-99-104176/2

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