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Zahlen der Bundesagentur für Arbeit:Arbeitslosigkeit im Mai so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr

Die Grundtendenz ist gut, aber sie schwächt sich ab: Die Arbeitslosigkeit ist erneut leicht gesunken, allerdings nicht so stark wie von Experten erwartet. 2,85 Millionen Menschen waren ohne Beschäftigung - das ist ein historisch niedriger Wert für den Monat Mai.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland verharrt erneut deutlich unter drei Millionen: Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Mai 2,855 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Damit ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 108.000 gesunken und liegt auf dem niedrigsten Stand in einem Mai seit 1992.

Noch vor einem Jahr waren 105.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet, wie die BA in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,0 Prozent gelegen.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist allerdings geringer als für diesen Monat üblich, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, der Arbeitsmarkt habe sich insgesamt weiter positiv entwickelt. "Allerdings schwächt sich die positive Grundtendenz etwas ab", fügte Weise hinzu. Dies hänge auch damit zusammen, dass die Statistik weniger stark als in den Vorjahren durch Fördermaßnahmen für Arbeitslose entlastet werde.

Saisonbereinigt blieb die Arbeitslosenzahl laut BA in ganz Deutschland unverändert. Im Westen stieg die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 4000, im Osten sank sie dagegen um 4000. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten für das ganze Land mit einem saisonbereinigten Rückgang um 5000 gerechnet - nach einem unerwartet deutlichen Anstieg im April.