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Trotz Konjunkturschwäche:Arbeitslosenzahl sinkt unter drei Millionen

Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt robust. Die Zahl der Menschen ohne Job ist im April um 65.000 auf 2,9 Millionen gesunken. Rechnet man den Jahreszeit-Effekt allerdings heraus, ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Die Frühjahrserholung fällt vergleichsweise schwächer aus als in den vergangenen Jahren.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April um 65.000 auf 2,9 Millionen gesunken. Das waren 115.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit. Zum ersten Mal seit Dezember liegt die Gesamtzahl wieder unter der Marke von drei Millionen.

Saisonbereinigt stieg die Zahl der Jobsuchenden um 19.000. Der Arbeitsagentur zufolge hat das kalendarische Gründe, aus denen manche Neueinstellungen nicht berücksichtigt werden konnten, liegt aber auch an "einem geringen Einsatz von Arbeitsmarktpolitik", wie es in der Pressemitteilung heißt. . Die saisonbereinigte Zunahme berechtige auf keinen Fall zu einer "dramatischen Einschätzung", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 7,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,3 Prozent gelegen.

Allerdings fiel die Erholung im ersten Quartal vergleichsweise schwächer aus als in den vergangenen drei Jahren. Das sind nach Expertenmeinung die Nachwirkungen des schwachen letzten Quartals 2011. "Auf dem Arbeitsmarkt hält die positive Grundtendenz an, obwohl die Konjunktur zuletzt an Schwung verloren hat", sagte Weise.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt höher als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind der Agentur zufolge Fachleute für Mechatronik, Metall, Fahrzeugbau, Logistik, Gesundheit und Tourismus.