Wirtschaftsbeziehungen:China und Schweiz unterzeichnen Freihandelsabkommen

Chinese Commerce Minister Gao shakes hands with Swiss Economy Minister Schneider-Ammann after signing a free-trade agreement in Beijing

Zufriedene Gesichter in Peking: Der chinesische Handelsminister Gao Hucheng und der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nach der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens.

(Foto: REUTERS)

China und die Schweiz haben ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Es ist das erste Handelsabkommen Pekings mit einem Land Kontinentaleuropas. Eine weitere Vertragsunterzeichnung soll kurz bevorstehen.

China und die Schweiz haben ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Der chinesische Handelsminister Gao Hucheng und der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann unterzeichneten den Vertrag bei einer feierlichen Zeremonie in Peking.

Mit dem Abkommen wollen beide Länder ihren bilateralen Handel weiter ankurbeln, der sich 2012 auf 26,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 20,4 Milliarden Euro) belief. China ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz in Asien. Das kleine Alpenland ist zwar kein EU-Mitglied, aber ein wirtschaftliches Schwergewicht als eines der globalen Finanzzentren und als Hersteller von Luxusartikeln wie Uhren.

Dem Abschluss vorausgegangen waren zweijährige Verhandlungen. Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hatte bei seinem Besuch in der Schweiz im April gemeinsam mit dem Schweizer Präsidenten Ueli Maurer bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet.

China intensiviert Wirtschaftsbeziehungen zu Europa

Nach Island ist dies erst das zweite Freihandelsabkommen Chinas mit einem europäischen Land - und das erste Handelsabkommen mit einem Land Kontinentaleuropas. Ein Abkommen mit Norwegen soll kurz vor der Unterschriftsreife stehen.

Die EU beginnt am Montag in Washington Verhandlungen mit den USA über das geplante Freihandelsabkommen namens "Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft" (Transatlantic Trade and Investment Partnership - TTIP). Daraus könnte die weltgrößte Freihandelszone entstehen - EU-Vertreter hoffen auf 400.000 zusätzliche Jobs.

© Süddeutsche.de/dpa/AFP/jobr/mati
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB