bedeckt München 18°
vgwortpixel

Vodafone/T-Mobile:Zoff um das iPhone

Gerangel um das iPhone: Vodafone erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen das T-Mobile-Geschäftsmodell. Allerdings wird die Telekom-Tochter nicht sofort unter Zugzwang geraten.

Der Mobilfunkkonzern Vodafone Deutschland hat beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen das Geschäftsmodell des iPhone-Verkaufs der Deutschen Telekom erwirkt. Dies sagte der Vorstandschef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, am Montag in Düsseldorf.

Das iPhone von Apple wird in Deutschland exklusiv von der Telekom-Tochter T-Mobile vertrieben. Vodafone stört sich daran, dass die Geräte für die Karten anderer Mobilfunkunternehmen gesperrt sind und nur einschließlich eines zweijährigen Vertrags erworben werden können.

Solche Geschäfte seien in der Telekommunikationsbranche in Deutschland bislang nicht umgesetzt worden, sagte Joussen. Er wolle klären lassen, ob dieses Vertriebsmodell in der Telekommunikationsbranche grundsätzlich zulässig sei oder nicht. Wäre dies der Fall, dürften die Geräte für Kunden teurer werden, erwartet Joussen, der sich das iPhone für alle wünscht. Dabei gehe es nicht darum, dass Vodafone selbst das Gerät verkaufen wolle. Vodafone Deutschland hatte sich um das iPhone bemüht, den Zuschlag erhielt jedoch T-Mobile.

Vodafone schöpft die Möglichkeiten der einstweiligen Verfügung aber nicht aus. T-Mobile werde das iPhone nicht aus den Läden nehmen müssen, sagte Joussen. T-Mobile äußerte sich nicht dazu. Bisher wird das iPhone in Europa in Deutschland, Großbritannien und Frankreich verkauft. Anders als in Deutschland wird das iPhone in Frankreich entsprechend der Vorschriften für Handynutzer aller Netzbetreiber benutzbar sein. Allerdings haben sich einige Vodafone-Kunden selbst geholfen. 5000 Nutzer besorgten sich das iPhone selbst und telefonieren über das Vodafone-Netz.

© SZ vom 20.11.2007/mah
Zur SZ-Startseite