US-Technologiekonzern Apples Marktwert steigt auf 622 Milliarden Dollar

Apple stellt einen Rekord auf - zumindest nominal. An der New Yorker Börse übertrifft der Computerhersteller die bisherige Bestmarke von Microsoft aus dem Jahr 1999, allerdings nur, wenn man die Inflation ignoriert. Damit ist Apple derzeit nach Börsennotierung so viel wert wie IBM, Google, Intel und Hewlett-Packard zusammen.

Der US-Technologiekonzern Apple wird immer wertvoller. Die Apple-Aktie stieg am Montag an der Wall Street in New York auf einen Kurs von mehr als 664 Dollar. Damit erhöhte sich der Börsenwert des Unternehmens auf etwa 623 Milliarden Dollar. Das ist nominell mehr als die Höchstmarke, die Microsoft Ende 1999 aufstellte, als der US-Konzern während der Boomjahre der New Economy zeitweise mit etwa 621 Milliarden Dollar bewertet worden war.

Inflationsbereinigt allerdings entspricht Microsofts damaliger Wert einem heute etwa 850 Milliarden Dollar. Derzeit ist Microsoft noch etwa 257 Milliarden Dollar wert.

Apple ist damit nun um 53 Prozent wertvoller als die Nummer zwei, Exxon Mobil. Weltweit wertvollstes Unternehmen ist Apple bereits seit Ende vergangenen Jahres, am Freitag hatte Apple erstmals einen Wert von mehr als 600 Milliarden Dollar erreicht. Damit ist Apple laut Börsennotierung so viel wert wie IBM, Google, Intel und Hewlett-Packard zusammen.

Der Höhenflug der Apple-Aktie wird von Erwartungen an neue Produkte des Technologiekonzerns aus dem US-Bundesstaat Kalifornien befeuert. Am 12. September soll Apple sein neues Smartphone vorstellen. Außerdem rechnen Branchenbeobachter damit, dass das Unternehmen am selben Tag eine Miniversion seines erfolgreichen Tablet-Computers iPad präsentiert. Zudem gibt es Spekulationen über eine Empfangsbox fürs US-Kabelfernsehen. Damit würde sich Apple einen neuen Milliardenmarkt eröffnen.

Anmerkung der Redaktion: Wie viele andere Medien saß auch Süddeutsche.de am Montag dem Irrtum auf, dass Apple das nach Börsenwert wertvollste Unternehmen aller Zeiten sei und Microsofts Wert von 1999 übertreffe. Das ist nicht korrekt, da diese Einschätzung die Inflation außer Acht ließ. Nachlesen kann man den Fall beim Columbia Journalism Review.