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Unternehmen:Was Wirtschaftsbosse zur Flüchtlingskrise sagen

Daimler-Chef Zetsche beschwört das nächste Wirtschaftswunder, Arbeitgeberpräsident Kramer verlangt Deutschkurse von Anfang an und Porsche-Chef Müller fordert: Haltung zeigen!

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2015 IAA Frankfurt Auto Show

Quelle: Getty Images

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"Wer die Vergangenheit kennt, darf Flüchtlinge nicht abweisen. Wer die Gegenwart sieht, kann sie nicht abweisen. Wer an die Zukunft denkt, wird sie nicht abweisen".

Sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Automesse IAA. Er sieht in der aktuellen Entwicklung eine Herausforderung - und Chance für die deutsche Wirtschaft. "Im besten Fall kann es auch eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden - so wie die Millionen von Gastarbeitern in den 50er und 60er Jahren ganz wesentlich zum Aufschwung der Bundesrepublik beigetragen haben."

Matthias Müller

Quelle: dpa

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"Wir müssen uns Extremismus entgegenstellen und Haltung zeigen."

Sagt Porsche-Chef Matthias Müller auf die Frage, was deutsche Wirtschaftslenker in der Flüchtlingskrise tun müssen. Wie die Unternehmen praktisch helfen können beantwortet Müller ebenfalls: "Mit neuen Arbeitsplätzen! Auch deshalb müssen Wirtschaft und Politik mehr miteinander reden."

Das komplette Interview mit Porsche-Chef Müller lesen Sie hier mit SZ Plus

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Quelle: AFP

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"Die Zuwanderung birgt aber auch Chancen. Diese sind umso größer, je besser es uns gelingt, die Menschen, die dauerhaft zu uns kommen, in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu integrieren."

Sagt Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Deutschland benötige aufgrund des demografischen Wandels zusätzliche Arbeitskräfte, um seinen Wohlstand halten zu können.

Das ganze Interview lesen Sie hier mit SZ Plus

Bilanz Evonik - Engel

Quelle: dpa

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"Populisten unterschlagen bewusst, dass Deutschland generell mehr Vorteile als Nachteile von der Zuwanderung hat."

In einem Gastbeitrag für die Bild-Zeitung schreibt Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender des Evonik-Konzerns, Deutschland stehe vor der größten moralischen Herausforderung seit einem halben Jahrhundert. Er hält ein Einwanderungsgesetz für notwendig - und die engere Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft. Sein Zitat bezieht sich auf eine Studie, die den Beitrag von Ausländern zum deutschen Staatshaushalt beleuchtet hat.

Hauptversammlung Deutsche Post DHL

Quelle: picture alliance / dpa

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"Wenn Flüchtlinge rasch Arbeitsbewilligungen erhalten, dann können deutsche Unternehmen wie Deutsche Post DHL Group dieses Potenzial nutzen."

Sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender des Post-Konzerns, und plädiert im Handelsblatt - ähnlich wie seine Kollegen - ebenfalls für eine schnelle Lösung aus der Politik und klarere Regeln.

Ingo Kramer

Quelle: picture alliance / dpa

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"Wir müssen Deutschkurse vom ersten Tag an anbieten."

Sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und kritisiert das deutsche Asylsystem im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung heftig. Neben dem Sprachunterricht verlangt er ein Bleiberecht für junge Menschen in Ausbildung.

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Deutsche Bahn vor Umbau

Quelle: dpa

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"Wir sehen es als unsere Aufgabe, schnell und unbürokratisch zu helfen."

Sagt Bahn-Chef Rüdiger Grube - bisher wird das Unternehmen dieser Anforderung gerecht. Die Bahn organisiert Sonderzüge, stellt 20 leerstehende Gebäude bundesweit für die Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung und bietet Ausbildungsprojekte für Migranten. Zuwanderer müssten "aktiv in unsere Gesellschaft integriert werden", fordert Grube - und appelliert damit auch an andere Unternehmen.

Was Unternehmen bisher für Flüchtlinge tun, lesen Sie hier

© SZ.de/infu/sana

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