Dritte Landebahn München

Der Sonntag ist nicht nur der Tag des Herrn, sondern auch der Tag des Protests. Seit knapp vier Jahren demonstriert das Aktionsbündnis "aufgeMUCkt" Woche für Woche gegen die geplante dritte Start- und Landebahn des Flughafens München, vor kurzem zum 200. Mal. Das Bündnis fordert unter anderem, dass die geplante Kapazitätserhöhung nicht über eine neue Start- und Landebahn, sondern über die Nutzung größerer Flugzeuge funktionieren soll.

Gänzlich ohne Erfolg sind die Anstrengungen des Aktionsbündnisses und der anderen Protestgruppen nicht: Seit 2005 gibt es Planungen für das Projekt, 2007 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, gegen das es aber fast 60.000 Einwendungen gab und das deswegen noch nicht abgeschlossen ist. Nun soll es noch eine neue Debattenrunde geben.

Die Befürworter des Ausbaus hoffen, dass mit dem Bau des Projekts 2012 begonnen wird - und dass zwei Jahre später die circa 4000 Meter lange Bahn fertig sein könnte.

Bild: ag.dpa 5. Oktober 2010, 11:162010-10-05 11:16:36 © sueddeutsche.de/aum/bbr