Tod von Porsche-Tuner Gemballa Grausam erstickt

Der mysteriöse Tod des Porsche-Tuners Uwe Gemballa in Südafrika: Offenbar wurde der 54-Jährige im Haus eines bulgarischen Geschäftsmanns erstickt - weniger als 400 Meter von einer Polizeistation entfernt.

Der deutsche Porsche-Tuner Uwe Gemballa ist nach Erkenntnissen der Ermittler in Südafrika von seinem Mörder grausam erstickt worden. Dies berichtete die Sunday Times am Sonntag unter Berufung auf die Anklageschrift gegen den inzwischen bereits verurteilten Mörder.

Uwe Gemballa, Chef der Stuttgarter Tuning-Firma Gemballa, ist offenbar erstickt worden.

(Foto: Reuters)

Danach habe der 29-jährige Täter sein Opfer zunächst am ganzen Körper in Isolierband eingewickelt und sich dann auf den Brustkorb Gemballas gesetzt, bis dieser erstickt sei. Nach etwa 30 Sekunden habe Gemballa vermutlich das Bewusstsein verloren, nach drei bis vier Minuten sei er dann gestorben. Das Verbrechen soll sich im Haus eines bulgarischen Geschäftsmanns in Edanvale nahe Johannesburg abgespielt haben, weniger als 400 Meter von einer Polizeistation entfernt.

Der Täter war Ende Oktober vom Obersten Gericht in Johannesburg in einem Schnellverfahren wegen Mordes zu einer 20-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der Fall gilt laut der Sunday Times als "Spitze des Eisbergs" bei den Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität in Südafrika. Die Sicherheitsbehörden haben demnach mit dem Täter eine Art Abkommen geschlossen, um "größere Fische" fangen zu können.

Der Leichnam Gemballas war am 28. September in Atterdigeville nahe Pretoria gefunden worden. Der 54-jährige war bereits Anfang Februar kurz nach seiner Ankunft in Johannesburg verschwunden. Als letztes Lebenszeichen galt ein Telefonanruf bei seiner Frau Christine, in dem er offenbar sehr aufgewühlt auf Englisch um die Überweisung von einer Million Euro bat.