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Tipps für Verbraucher:Der Trick mit der Rasensaat

Bei billigen Grassorten mangelt es oft an Qualität.

(Foto: NDR)

Billige Rasensamen mit blumigen Namen wie "Berliner Tiergarten" und "Fürst von Pückler" sind Renner im Baumarkt. Doch die Bezeichnungen sagen nichts über die Qualität des Saatguts aus. Auch Bezeichnungen wie "strapazierfähig", "besonders "trittfest" oder "pflegeleicht" müssen nicht viel heißen. Das Problem: In Deutschland darf jeder beliebige Grassamen als Rasensaatgut verkauft werden. Und vor allem in billigem Saatgut finden sich häufig Grassorten, die in einem Rasen nichts zu suchen haben.

Einige Hersteller verwenden zum Beispiel Futtergras für Kühe. Es wächst sehr schnell und verdrängt dadurch andere Rasengräser. Die Freude über den sprießenden Rasen ist allerdings meist von kurzer Dauer. Wird das empfindliche Futtergras häufig gemäht, entstehen in der Grasnarbe Löcher. Dort wachsen dann Wildkräuter wie Löwenzahn. Im schlimmsten Fall sieht der neue Rasen schon nach einem Jahr schlechter aus als der alte.

Hochwertige Rasensaat besteht aus mehreren Grassorten mit bestimmten Eigenschaften: Sie sollten widerstandsfähig gegen Trockenheit sein, langsam wachsen und spät blühen. Je mehr Grassorten die Saat enthält, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gras gedeiht und auch nach längerer Zeit noch dicht und grün ist. Hochwertige Rasensaat erkennt man an der Bezeichnung "RSM" auf der Verpackung. Die Abkürzung steht für Regelsaatgutmischung.

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