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BMW-Erbin:Susanne Klatten sieht ihre Milliarden als Aufgabe

Susanne Klatten

Susanne Klatten: Die BMW-Großaktionärin und Quandt-Erbin auf einer Aufnahme von Juli 2015

(Foto: dpa)

Sie gilt als reichste Frau Deutschlands - und extrem schweigsam. Doch nun öffnet sich die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten, zumindest ein wenig.

Die Milliardärin Susanne Klatten, 53, versteht es als "Chance und auch eine wundervolle Aufgabe", ihr Vermögen zu verwalten und zu investieren. "Wenn man Mittel in dieser Höhe hat, muss man sich auch darum kümmern. Das ist ja nichts, was man ausgeben kann", sagte die Quandt-Erbin und BMW-Großaktionärin in einem Gespräch mit dem Buchautor Rüdiger Jungbluth, das im Magazin Stern erscheint.

Klatten, deren Gesamtvermögen auf etwa 15 Milliarden Euro geschätzt wird, ist neben dem Autokonzern BMW unter anderem an dem Karbonfaserproduzenten SGL Carbon und dem Windturbinenhersteller Nordex beteiligt. Auf der Forbes-Rangliste der reichsten Menschen weltweit steht Klatten auf Platz 54. Sie gilt als reichste Frau Deutschlands. Interviews gibt Klatten so gut wie nie - für das Gespräch, das nach Stern-Angaben in eine Biografie der Familie münden soll, machte Klatten eine Ausnahme und erzählte auch Privates.

Schweigen zur Erpressung

Sie räumte mit dem Gerücht auf, ihr Mann, Jan Klatten, habe nach dem Kennenlernen sieben Monate lang nicht gewusst, wer sie sei. "Diese Geschichte war frei erfunden", sagte Klatten. "Wir wurden uns schon vorgestellt, als ich in der BMW-Zentrale in München in einer Finanzabteilung arbeitete." Später, im Werk Regensburg, habe sie den Ingenieur zufällig in der Kantine wiedergesehen. "Also bin ich zielstrebig auf ihn zugegangen und habe mit ihm zu Mittag gegessen, was die ganze Kantine mitbekommen hat. Das wurde interessiert beobachtet."

Über den Liebesbetrug, der im Jahr 2010 öffentlich wurde, und den aufsehenerregenden Prozess spricht sie in dem Interview nicht. Klatten hatte sich gerichtlich gegen einen Erpresser gewehrt, der ihr und anderen Frauen gedroht hatte, ihre Beziehung öffentlich zu machen.

© SZ.de/dpa/jasch
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