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Psychologie des Schenkens:Der Chaot

Der Chaot

Der Chaot schenkt gern Blumen.

(Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)

Für ihn kommt Weihnachten viel zu plötzlich: Der chaotische Schenker hat wenige Stunden vor der Bescherung immer noch nicht alle Präsente beisammen. Zum Glück haben sich Tankstellen bestens auf Last-Minute-Schenker eingestellt - mit Blumen, Romanen oder riesigen Pralinenpackungen. "Meistens kaufen Chaoten sündhaft teure Pralinen, die sie auch direkt als Geschenk einpacken lassen", sagt Alfred Gebert, ehemaliger Professor für Psychologie in Münster.

Doch selbst große Mengen Schokolade lenken nicht davon ab, dass sich der Schenker wenig Gedanken um das Geschenk gemacht hat. Vor allem Frauen reagieren oft verärgert auf die süße Verlegenheitsgabe, beobachtet Gebert - etwa dann, wenn sie auf ihr Gewicht achten wollen. Marco Klawonn, der per Internet bei der Suche nach Geschenken hilft, rät ganz vom Notkauf ab. Der Chaot solle stattdessen lieber zu seiner Vergesslichkeit stehen, sich entschuldigen und nichts schenken.