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O2 und E-Plus:Mobilfunk-Fusion soll in Brüssel entschieden werden

Logo of O2 Deutschland, German daughter of Spain's Telefonica is seen close to E-Plus logo in a store in Germering

Geplanter Milliarden-Deal: Telefónica Deutschland will E-Plus übernehmen.

(Foto: REUTERS)

Der geplante Zusammenschluss von O2 und E-Plus hätte starke Auswirkungen auf den deutschen Mobilfunkmarkt. Deshalb will sich eigentlich das Bundeskartellamt mit der Fusion beschäftigen. Doch die EU sieht sich ebenfalls zuständig.

Die EU-Kommission will als Kartellbehörde über den Kauf von E-Plus durch die deutsche Tochter des Mobilfunkanbieters Telefónica (O2) entscheiden. "Wegen der Bedeutung der betroffenen Unternehmen auf EU-Ebene ist es nur logisch, diesen Fall hier in Brüssel zu entscheiden", sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Er geht davon aus, dass die Unternehmen ihr geplantes Milliardengeschäft bald in Brüssel zur Prüfung anmelden. "Bislang ist dies noch nicht geschehen."

Der niederländische Mutterkonzern KPN hatte im Juli den 8,1 Milliarden Euro schweren Verkauf von E-Plus an Telefónica Deutschland angekündigt. Die Kriterien für eine Zuständigkeit der EU-Kommission - etwa der Umsatz der beteiligten Unternehmen - sind laut Almunia erfüllt. Zwar hatte das Bundeskartellamt angedeutet, das Verfahren nach Deutschland holen zu wollen, was auf Antrag theoretisch möglich wäre. Dafür sieht der EU-Kommissar aber keinen Anlass.

Die kartellrechtliche Kontrolle dürfte einige Monate dauern. Almunia wollte keine Einschätzung abgeben, wie die EU am Ende entscheiden werde und wie mögliche Auflagen aussehen könnten. Wie aus Kommissionskreisen verlautet, haben die Unternehmen bereits Kontakt mit Brüssel aufgenommen und erste Vorgespräche geführt.

Durch den Zusammenschluss würde sich der deutsche Mobilfunkmarkt von vier auf drei Anbieter verkleinern. Dies trifft auf Widerstand vom Bundeskartellamt. Die EU-Kommission will sich in diesem Punkt nicht festlegen. Ein Sprecher von Almunia erklärte, es gebe keine "magische Zahl" von Anbietern. Es gebe Länder mit drei, vier oder gar fünf Mobilfunkanbietern.