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Massentierhaltung in Deutschland:Leben um zu sterben

Schweine, eingepfercht auf engstem Raum im eigenen Dreck, mit Verletzungen am ganzen Leib. Hühner und Puten, die mit abgeschnittenen Schnäbeln und Klauen im Dunklen dahin vegetieren - ein Blick in deutsche Mastbetriebe, kann dem Betrachter gründlich den Appetit verderben.

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Quelle: Peta

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Milchkühe müssen in Deutschland gewöhnlich Hochleistung bringen. Sie sollen möglichst lang möglichst viel Milch geben. Ihr Organismus wird dadurch oft krankheitsanfällig. Daher erreichen sie längst nicht mehr ihr natürliches Alter. Viele Tiere sterben vorzeitig.

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Nur kurze Zeit nach ihrer Geburt werden die jungen Kälber von ihren Müttern getrennt. Bis sie mehrere Wochen alt sind, werden sie in Einzelboxen gehalten. Nicht immer verkraften die Jungtiere die Trennung: Tierärzte berichten von Verhaltensauffälligkeiten.

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Sind die Jungtiere mehrere Wochen alt, werden sie meist in größeren Ställen untergebracht. Im Idealfall sind diese gut belüftet und besitzen Fenster, durch die Tageslicht fällt.

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Wenn die Kühe im Stall auf Beton stehen, verletzen sie sich oft beim Aufstehen. Entzündete Sprunggelenke sind daher ein häufiger Anblick in deutschen Ställen. Abhilfe schaffen mit Stroh bedeckte Böden.

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Für die Klauenpflege bleibt in der Kuh-Mast oft wenig Zeit. Zu lange Klauen bereiten den Rindern jedoch Schmerzen. 

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Auf der Weide lebt nur noch ein Bruchteil der Rinder in Deutschland - wie diese Kühe der Rasse Murnau-Werdenfelser. Die Rasse aus Oberbayern stand bereits kurz vor dem Aussterben, wird mittlerweile aber gezielt nachgezüchtet.

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In Ställen zur Entenmast bietet sich oft ein trauriges Bild: Die Tiere werden innerhalb weniger Woche auf ihr Zuchtgewicht gebracht. Oft nehmen die Tiere so schnel zu, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Dieser Vogel ist auf den Rücken gefallen und kann aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Hilft ihr der Landwirt nicht, würde sie verdursten, da sie nicht mehr an die Tränke kommt.

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In den Mastbetrieben werden Enten zu Tausenden nachgezüchtet. Sie sollen möglichst schnell wachsen, um möglichst bald schlachtreif zu sein. Nicht immer überleben alle Tiere die Aufzucht. Weil Hennenzüchter männliche Küken nicht brauchen, werden diese ohnehin meist getötet. Tierschützer schätzen, dass jedes Jahr bis zu 40 Millionen männliche Eintagsküken sterben müssen.

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Schweinealltag in Deutschland: Beengte Ställe, kein Tageslicht, kotbeschmierte Leiber. Kaum eine Branche ist so verschwiegen wie die deutsche Fleischindustrie. Hinter den Kulissen tobt ein harter Verdrängungswettbwerb - ein brutales Geschäft mit einem Jahresumsatz von 34 Milliarden Euro, das häufig zu Lasten von Tieren, Umwelt und der Steuerzahler geht.

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Die letzten 100 Tage vor der Schlachtung leben die Schweine gewöhnlich auf sogenanntem Vollspaltboden. Die Schwänze der Tiere werden oft kupiert, also abgeschnitten. In den ersten Lebenstagen ist dazu laut Tierschutzgesetz keine Betäubung erforderlich. Die Landwirte wollen verhindern, dass sich die Tiere gegenseitig anfressen. Kannibalismus ist in engen Schweineställen keine Seltenheit.

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Oftmals knabbern sichdie Tiere gegenseitig an den Ohren - die Folge sind sogenannte Krüppelohren, die auch durch Parasitenbefall entstehen können.

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Bio-Landwirte, wie dieser in der Nähe von Starnberg, versuchen den Schweinen den nötigen Auslauf zu bieten. Die Säue können hier durch eine Luke in den Außenbereich gelangen.

© sueddeutsche.de/fo
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