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Start-up:Flugtaxi abgebrannt - Lilium verliert Prototypen

A handout picture from Munich flying taxi startup Lilium shows its five-seater prototype

So sieht der Prototyp von Lilium aus.

(Foto: Lilium via REUTERS)

Das Unternehmen Lilium verliert ein Fluggerät - und hat jetzt nur noch eins. Denn das Start-up geht davon aus, dass das Flugtaxi nicht mehr zu reparieren ist.

Es ist ein schwerer Rückschlag für das Start-up Lilium: Einer der beiden Flugtaxi-Prototypen, die das Unternehmen aus Weßling bei München entwickelt hat, ist bei einem Brand am Donnerstagnachmittag stark beschädigt worden. Lilium geht davon aus, dass das Fluggerät nicht mehr zu reparieren ist. Testflüge sollen auch mit dem zweiten Flugtaxi vorerst nicht mehr stattfinden.

Wie ein Lilium-Sprecher mitteilte, sei der Prototyp gegen 14 Uhr turnusgemäß in einer Werkshalle gewartet worden, als plötzlich ein Feuer innerhalb des Flugtaxis ausbrach. Die Werkfeuerwehr des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen, auf dem das Lilium-Werk steht, habe den Brand gelöscht. Nach Angaben der örtlichen Rettungsdienst-Leitstelle wurde niemand verletzt. Warum das Feuer ausbrach und welche Bauteile Schaden genommen haben, sagte der Sprecher nicht. "Wir untersuchen nun die Ursache des Problems." Auch die Schadenshöhe sei noch unklar.

Das betroffene Flugtaxi war der erste Prototyp, den Lilium entwickelt hat. Im Mai 2019 war der "Lilium Jet" erstmals abgehoben, angetrieben von 36 kleinen Elektro-Motoren. Seitdem wurden nach Unternehmensangaben zahlreiche unbemannte Testflüge unternommen. Weitere seien geplant gewesen.

Das zweite, weiterentwickelte Modell sei nicht beschädigt worden, sagte der Sprecher, mit ihm solle die Testreihe fortgesetzt werden, "sobald wir die Ursache des Vorfalls vollständig verstanden haben". Das Weßlinger Start-up, in das auch Investor Frank Thelen Geld gesteckt hat, gerät weiter unter Zeitdruck: Bereits 2025 soll der kommerzielle Betrieb des Flugtaxis starten. Es soll fünf Passagiere mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde befördern. Derzeit hat Lilium nach eigenen Angaben mehr als 350 Mitarbeiter. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen es 800 werden, ein zweites Werk in Oberpfaffenhofen ist geplant.

© SZ vom 29.02.2020
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