bedeckt München 17°

Kunst mit Euroscheinen:Griechischer Künstler verändert Banknoten

Der griechische Künstler Stefanos bemalt Euroscheine. Anschließend scannt er sie zu Dokumentationszwecken und bringt sie wieder in Umlauf. Die Aktion soll Ironie, Kunst und Propaganda zugleich sein.

Von Thomas Steinfeld

7 Bilder

-

Quelle: Stefanos

1 / 7

Der griechische Künstler Stefanos gestaltet Euronoten neu

Irgendwo in Griechenland gibt es einen Künstler, von dem man nur weiß, dass er "Stefanos" heißt. Eines seiner Werke besteht darin, dass er kleine Figuren mit schwarzer Tinte auf Euro-Scheine malt.

-

Quelle: Stefanos

2 / 7

Männchen, die Sperrgitter überwinden...

-

Quelle: Stefanos

3 / 7

ein Sensenmann, der durch eine Säulenhalle zieht,...

-

Quelle: Stefanos

4 / 7

viele Gestalten, die aus einem Aquädukt fliegen. Die bemalten Scheine werden zum Zweck der Dokumentation gescannt. Danach bringt er sie wieder in Umlauf, in der Hoffnung, dass sie sich zumindest im ganzen Euro-Raum verbreiten.

-

Quelle: Stefanos

5 / 7

"Euro banknote bombing" nennt er diese Aktion, die Ironie, Kunst und Propaganda zugleich ist. Ihre Voraussetzung ist die Ästhetik der Architekturbilder auf den Geldscheinen: Denn sie stellen ja Baustile dar, denen keine realen Bauwerke entsprechen, weil sich kein Mitgliedsstaat durch einen Verweis auf Wirkliches bevorzugt oder benachteiligt sehen sollte: "Die Landschaften des Euro lassen jede Realität vermissen", kommentiert der Künstler sein Werk.

-

Quelle: Stefanos

6 / 7

"Seit fünf Jahren herrschen in Griechenland Gewalt und sozialer Verfall. Deswegen habe ich die beiden Dinge verbunden." Doch eben weil die Euro-Scheine so von aller Erfahrung und von allem Leben befreit erscheinen, verraten sie etwas Wahres über die Europäische Union und deren einheitliches Kreditgeld.

-

Quelle: Stefanos

7 / 7

Es handelt sich bei ihnen um reine Institutionen, um Einrichtungen, in denen keine Menschen in Erscheinung treten, die aber das Leben von Millionen beherrschen. Und eben weil das so ist, ziehen sie ihre sekundäre Besiedlung durch verzweifelte Strichmännchen an. Die Wirkung entsteht durch den Kontrast.   

© SZ.de/ina
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema