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Geldwäsche:"Niemanden interessiert es"

The trial of 355 suspected members of the 'Ndrangheta mafia opens in Lamezia Terme

Wie früher im Flieger: Die Decke im Prozesssaal ist niedrig, alle paar Meter hängt ein Bildschirm, der das Geschehen überträgt.

(Foto: YARA NARDI/REUTERS)

Ein italienischer Staatsanwalt macht im laufenden Mafia-Prozess Deutschland einen schweren Vorwurf: Kriminelle könnten hier ihr schmutziges Geld problemlos waschen. Stimmt das?

Von Markus Zydra, Frankfurt

Im Anschluss an den ersten Prozesstag in einem der größten Mafiaverfahren der italienischen Geschichte trat der zuständige Staatsanwalt Nicola Gratteri vor das Mikrofon des ZDF und ließ tüchtig Luft ab. "In Deutschland kann jemand mit Geldkoffern aufkreuzen - und niemanden interessiert es, ob der das Geld mit Kokain, menschlichen Organen oder Sklaven verdient hat", sagte er. Mafia-Jäger Gratteri muss seit 30 Jahren unter Polizeischutz leben. Es werde den Kriminellen aus Kalabrien zu einfach gemacht, in Deutschland das illegal erwirtschaftete Geld zu waschen, glaubt er.

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