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Griechenland: Renten für Verstorbene:Private Gläubiger werden wohl beteiligt

Ein zweites Rettungspaket wird notwendig, weil sich der bisherige Plan nicht halten lässt, dass Griechenland ab dem Frühjahr 2012 an den Kapitalmarkt zurückkehrt. Bleibt der Weg wegen zu hoher Zinsen länger versperrt, würde bis Ende 2013 ein Haushaltsloch von 65 Milliarden Euro aufreißen.

Ein Jahr später wären es schon 132 Milliarden Euro. Das seit gut einem Jahr laufende Kreditprogramm ist bereits 110 Milliarden Euro schwer. Deutschland ist mit 24,4 Milliarden Euro daran beteiligt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt derweil nach Worten ihres Sprechers Steffen Seibert die Forderung von Finanzminister Wolfgang Schäuble nach einer Beteiligung privater Gläubiger an möglichen weiteren Finanzhilfen für Griechenland.

Klar sei aber, dass es eine abgestimmte Position der Bundesregierung erst geben könne, wenn der Bericht der Experten von IWF, EU und EZB über die Sanierungs-Fortschritte Griechenlands gelesen und analysiert worden sei. Ein Sprecher Schäubles sagte, es stehe noch nicht fest, ob Griechenland ein weiteres Hilfsprogramm benötige und, wenn ja, unter welchen Regeln. Hilfen müssten nicht zwangsläufig unter dem Regime des provisorischen Euro-Rettungsschirms EFSF laufen.

© sueddeutsche.de/Reuters/dpa/hgn
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