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Geldscheine:So schön kann Geld aus Plastik sein

Der grimmige Churchill ist jetzt wasserfest: Der britische Fünf-Pfund-Schein ist neuerdings aus Plastik. Andere Länder setzen auf Pinguine oder Paradiesvögel aus Kunststoff.

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Bank Of England Governor Mark Carney Unveils The Full Design Of T

Quelle: dpa

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Von der neuen Fünf-Pfund-Note blickt den Briten künftig ein grimmiger Winston Churchill entgegen. Der Schein mit dem ehemaligen britischen Premierminister ist seit Dienstag in Umlauf. Churchill sei "einer der größten Staatsmänner aller Zeiten", erklärte Notenbankchef Mark Carney im Vorfeld.

Zitiert wird auf der Banknote auch Churchills berühmter Satz aus einer Rede vor dem Parlament im Zweiten Weltkrieg: "Ich habe nichts zu bieten außer Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß." Die Zentralbank gibt insgesamt 440 Millionen neue Fünf-Pfund-Noten aus. Umgerechnet sind sie pro Stück knapp sechs Euro wert.

Mehr und mehr Länder wählen als Material ihrer Geldscheine mittlerweile Kunststoff. Ein Überblick.

10 Dollar Schein Australien aus dem Jahr 1988

Quelle: Reserve Bank of Australia

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Das erste Land, das die reiß- und wasserfesten Scheine einführte, war Australien. Der australische 10-Dollar-Schein kam im Jahr 1988 heraus. Die Regierung feierte damals die Besiedlung durch Europäer vor 200 Jahren. Es dauerte danach noch acht Jahre, bis der komplette Satz synthetischer Polymer-Banknoten im Umlauf war.

Neuseeland Banknote 20 Dollar Plastik Polymer

Quelle: The National Bank of New Zealand

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Das zweite Land, das synthetische Kunststoff-Geldscheine herausbrachte, war Neuseeland. Im Jahr 1999 kam der 20-Dollar-Schein in Umlauf - elf Jahre nachdem Australien die erste Kunststoff-Note eingeführt hatte.

Im Gegensatz zum australischen Schein besitzt die neuseeländische Note ein durchsichtiges Fenster. Es soll ihn noch fälschungssicherer machen.

Fünf Pfund Geldschein Nordirland Irland Plastik Polymer

Quelle: Central Bank of Ireland

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Auch Nordirland hat nach einem Anlass gesucht, um eine eigene Kunststoff-Banknote herauszubringen - und auch einen gefunden, auch wenn es nicht direkt mit dem Land zu tun hat. Im Die Nordiren zelebrierten mit ihrer neuen Fünf-Pfund-Note das neue Jahrtausend.

Fünf Kina Geldschein Polymer Plastik Papua Neuguinea

Quelle: Bank of Papua New Guinea

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Auch in Papua-Neuguinea bezahlen die Menschen mit Kunststoff anstatt mit Papier. Diese Fünf-Kina-Note zeigt auf der Vorderseite einen Paradiesvogel und auf der Rückseite Gegenstände, die in vergangenen Jahrhunderten als Zahlungsmittel verwendet wurden, unter anderem eine traditionelle Maske und eine Muschelkette.

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Quelle: Bank of Canada

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Kanada hat im Jahr 2011 die erste Banknote aus Kunststoff eingeführt. Die abgebildete 50-Dollar-Note kam im Frühjahr 2012 in Umlauf. Auf ihr ist ein Porträt des ehemaligen Premierministers William Lyon Mackenzie King abgebildet, zudem ist ein Eisbrecher zu sehen.

50 Lei / Leu Banknote Rumänien Plastik Polymer

Quelle: Banca Naţională a României

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In Europa hat außerdem bereits Rumänien Scheine aus Polymer eingeführt. Zu sehen ist auf dem 50-Leu-Schein Aurel Vlaicu, ein rumänischer Ingenieur, Pilot und Flugzeugkonstrukteur. Er starb im September 1913.

International Bank Note Society

Quelle: International Bank Note Society (IBNS)

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Ein Polymer-Schein, der bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurde, ist die Fünf-Dollar-Note Neuseelands. Sie ist der amtierende Träger des Titels "Banknote des Jahres".

Der Schein zeigt den Mount-Everest-Besteiger Sir Edmund Hillary vor dem neuseeländischen Mount Cook, von den Maori Aoraki genannt. Auf der Rückseite ist neben landestypischer Flora der nur in Neuseeland beheimatete Gelbaugenpinguin (Hoiho) zu sehen.

International Bank Note Society

Quelle: International Bank Note Society (IBNS)

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Ein Anwärter für den Preis der schönsten Banknote für das Jahr 2016 ist dieser 1000-Rufiyaa-Schein von den Malediven. Er zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen Farbverlauf aus. Auf der einen Seite ist die Silhouette eines Walhaies zu sehen, die andere ziert die auf den Malediven vorkommende Grüne Meeresschildkröte.

© SZ.de/vit/bbr
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