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Energie:So sparen Sie bei den Heizkosten

Thermostat einer Heizung

Kosten für Heizung und Warmwasser machen den Großteil der Nebenkosten aus.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Die Energiepreise steigen deutlich. Was Verbraucher nun tun können.

Von Daniel Pöhler

Nach der Einigung der Opec-Staaten mit Nicht-Opec-Ländern über eine Förderkürzung steigt der Ölpreis an diesem Montag um mehr als fünf Prozent. Schon zuletzt hatte er deutlich zugelegt. Dies schlägt sich auch in den Kosten für Heizenergie wieder - unmittelbar im Preis für Heizöl, mit zeitlicher Verzögerung auch beim Gas. Was können Verbraucher nun tun? Hier sind ein paar Tipps:

1. Gasrechnung checken und gegebenenfalls Anbieter wechseln

Am häufigsten wird in Deutschland mit Gas geheizt. Wer als Wohnungseigentümer oder Mieter den Gasanbieter selbst bestimmen kann, kann ganz leicht Hunderte Euro sparen. Eine Familie in Berlin, die beim dortigen Grundversorger kündigt und in einen günstigeren Tarif wechselt, kann mehr als 400 Euro sparen. In der Grundversorgung sind Verbraucher meist, wenn sie noch nie den Anbieter gewechselt haben.

Die große Zahl von rund 900 Gaslieferanten muss keine Hürde sein: Mit einem Vergleichsportal lässt sich leicht der günstigste Anbieter herausfischen. Verbraucher müssen aber die richtigen Einstellungen vornehmen. Ansonsten kann es passieren, dass der Rechner einen Anbieter anzeigt, mit dem Kunden am Ende schlecht beraten sind.

2. Heizölpreise im Internet vergleichen

Auch Verbraucher, die mit Öl heizen, können viel Geld sparen. Im Vergleich zum Tiefstand im Januar 2016 haben die Heizölpreise zwar wieder deutlich angezogen. Doch wer Vergleichsrechner wie Esyoil und Heizoel24 benutzt, kann sich deutlich bessere Konditionen sichern. Auf 3000 Liter gerechnet, lassen sich durch die Wahl des richtigen Händlers schnell 150 Euro gegenüber dem teuersten sparen. Weiteres Sparpotenzial bringt eine Sammelbestellung mit Nachbarn.

3. Neue Tarife für Nachtstrom-Heizungen

So mancher Mieter hat in seiner Wohnung immer noch eine Nachtspeicher-Heizung. Diese sind vor allem in den 1970er-Jahren gerne installiert worden, und oft wurde ein gesonderter Nachttarif dafür abgeschlossen.

Anders als beim normalen Stromtarif gab es hier lange keine Konkurrenz, die die Preise drückte. Das ist inzwischen anders. Allein im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Stromanbieter, die sogenannten Heizstrom im Programm haben, mehr als verdoppelt. Einige Vergleichsportale zeigen auch spezielle Heizstrom-Tarife an.

4. Weniger heizen

Energie billig einzukaufen, spart Geld. Noch besser ist es, wenn Sie gleich weniger verbrauchen. Wer auf ein paar Grad im Wohnzimmer oder Schlafzimmer verzichten kann, spart eine Menge Geld. Zwei Grad weniger Raumtemparatur bedeuten etwa zwölf Prozent weniger Energieverbrauch. Wer nicht gerne im Wollpulli vor dem Fernseher sitzt, kann es mit programmierbaren Thermostaten versuchen. Die regeln die Wärme herunter, wenn niemand zu Hause ist. Mit Apps für das "schlaue Zuhause" (auch Smart Home genannt) können Technikfans ihre Heizkörper und Brenner auch steuern, wenn sie unterwegs sind.

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