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Unzulässige Abgastechnik:Daimler muss erneut Hunderttausende Diesel zurückrufen

Abgas-Manipulationsverdacht bei Daimler-Transportern

Ein Mitarbeiter der Mercedes-Benz Werke steht im Jahr 2010 in der Endmontagehalle vor einem neuen Sprinter.

(Foto: dpa)

Der Konzern will Widerspruch gegen die Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes einlegen.

Der Autobauer Daimler muss erneut mehrere Hunderttausend Diesel-Fahrzeuge wegen einer mutmaßlich unzulässigen Abgastechnik zurückrufen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe einen entsprechenden Rückrufbescheid erlassen, teilte Daimler am Freitagabend mit. Man werde mit den Behörden kooperieren, aber auch in diesem Fall Widerspruch gegen die Anordnung einlegen. Daimler ist der Auffassung, dass die Funktion zulässig ist.

Eine genaue Zahl der betroffenen Fahrzeuge wurde nicht genannt. Der Konzern geht nach eigenen Angaben von einer mittleren sechsstelligen Zahl an Fahrzeugen mit dem Motor OM651 in Europa aus, darunter etwa 260 000 ältere Sprinter-Transporter. Kunden sollen "über die weitere Vorgehensweise schriftlich informiert" werden, sollte ihr Fahrzeug Teil des Rückrufes sein.

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Bereits im Juni 2019 hatte das KBA für Varianten des Mercedes-Benz GLK einen Rückruf angeordnet. Daimler informierte damals, dass die beanstandete Abgas-Funktionalität in verschiedenen Baureihen enthalten sei.

Die Prüfung des KBA sei noch nicht abgeschlossen, erklärte Daimler weiter. Weitere Anordnungen der Behörde seien daher nicht auszuschließen.

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