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Luftfahrt:Polnische Fluglinie LOT übernimmt Condor

Condor-Büro auf dem Flughafen von Mallorca

Condor hatte nach der Pleite von Thomas Cook einen staatlichen Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro bekommen.

(Foto: dpa)
  • Die Fluggesellschaft Condor hat nach langer Suche einen Käufer gefunden.
  • Nach der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook musste sie zunächst mit Staatsgeld vor dem Grounding gerettet werden.

Die Fluggesellschaft Condor fliegt unter neuem Eigentümer weiter: Nach monatelanger Suche hat die angeschlagene Airline einen Käufer gefunden. Nach SZ-Informationen ist dies die polnische Fluggesellschaft LOT.

Es gehe darum, gemeinsam "mit dem neuen Eigentümer" über die Zukunft von Condor mit ihren rund 5000 Mitarbeitern zu informieren, hieß es in einer Mitteilung der Airline.

Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten genannt worden: neben der polnischen Fluggesellschaft LOT der US-Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull.

Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro

Nach der Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook im September 2019 hatte sich Condor nur mit einem staatlichen Überbrückungskredit in der Luft gehalten. Die Bundesregierung und das Land Hessen gaben ein Darlehen von 380 Millionen Euro, um die Suche nach einem Käufer zu erleichtern. Die Frankfurter Airline hatte in den vergangenen Jahren meist Gewinne eingeflogen und ist auch für deutsche Reiseveranstalter ein wichtiger Geschäftspartner.

Zuletzt hatten die Condor-Beschäftigten Einschnitte hinnehmen müssen, um das Unternehmen für einen Käufer attraktiver zu machen. Ziel von Vorstandschef Ralf Teckentrup war es, die Gewinnaussichten der Airline mit Kostensenkungen zu verbessern und das Unternehmen möglichst als Ganzes zu verkaufen.

So wurde etwa beschlossen, 170 von 750 Jobs in der zentralen Frankfurter Verwaltung abzubauen. Jüngst hatte sich Condor zudem mit den Gewerkschaften Verdi und Ufo auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt, der die Streichung von 150 Flugbegleiterstellen vorsah.

© SZ.de/jfl/hgn
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