Nach der 1892 gegründeten amerikanischen Ausgabe ist sie die Zweitälteste in der Vogue-Familie, und dass sie in London geboren wurde, war und ist ihr größtes Glück. London, das bedeutete ja schon immer ein Überangebot an Popkultur und angenehm eigentümlichen Persönlichkeiten, die bis heute ihren Weg ins Blatt finden.

Viele der ganz Großen in der Modefotografie haben bei der britischen Vogue angefangen. In der Ausstellung "Vogue 100: A Century of Style", seit Donnerstag in der Londoner National Portrait Gallery zu sehen, sind sie natürlich vertreten. Cecil Beaton etwa, Irving Penn und Norman Parkinson. Ihre Bilder, die von den Dreißigerjahren an das Magazin prägten, waren stets perfekt durchkomponiert, selbst wenn das Model vor den Trümmern des vom Blitzkrieg gezeichneten London posierte: "Fashion is indestructible", eine der berühmtesten Aufnahmen von Beaton.

14. Februar 2016, 17:112016-02-14 17:11:56 © SZ vom 13./14. Februar 2016/feko