2011 - Crossfit

Wie geht das? Die aus den USA stammende Trainingsmethode vereint Olympisches Gewichtheben, Turnen und Ausdauer - und zwar als Rennen. Gegen die Uhr und gegeneinander. Alle Übungen müssen sauber, aber so schnell wie möglich absolviert werden. Das soll Ausdauer, Schnellkraft und Maximalkraft gleichermaßen erhöhen. Die Ausrüstung ist dabei deutlich rustikaler als in der normalen Muckibude: Klimmzugstangen, Hanteln, Medizinbälle und Rudergeräte. Keine Spiegel.

Wo kommt das her? Greg Glassman, ein ehemaliger Turner, entwickelte das Konzept Ende der Neunzigerjahre. Das Training fand über Mundpropaganda immer mehr Anhänger, erst in den USA, dann im Rest der Welt. Spätestens 2011 ist CrossFit auch in Deutschland angekommen. Damals fand zum ersten Mal die "CrossFit Open" statt, die Vorrunde für die jährliche Meisterschaft in den USA, bei der sich weltweit jeder online registrieren und mitmachen kann.

Wer macht das? CrossFit verspricht Rundum-Fitness ohne Spezialisierung. Das Training ist vor allem bei Polizei, Feuerwehr und Militär beliebt. Und bei Leuten, die sich im normalen Fitnessstudio langweilen.

Was kostet das? Mehr als das Gym um die Ecke. Crossfitter trainieren in eigenen Studios, den "Boxen". Die Kleingruppen werden dabei von einem Trainer angeleitet, der vor allem verhindern soll, dass sich jemand verletzt. Ein Aufwand, der, je nach Trainingshäufigkeit, etwa 80 bis 150 Euro im Monat kostet.

Will ich das? Ja. Aber. Ja, weil fortgeschrittene Crossfitter - anders als die meisten "Disco-Pumper" - mit ihrem Körper beeindruckende Sachen anstellen können, etwa auf Händen durch die Gegend laufen und anschließend das Mehrfache ihres Körpergewichts in die Luft stemmen. Aber: Für die Workouts braucht es eine ordentliche Schmerztoleranz.

Bild: Wiki Commons/ lululemon athletica 15. Juli 2015, 19:042015-07-15 19:04:02 © SZ.de/flex/dd