Honig im Test:Einfach spitze, Honey!

Honig im Test: Laut Honigverordnung darf dem Honig nichts hinzugefügt oder entzogen werden, was die Bienen nicht selbst mühsam in die Wabe geschafft haben.

Laut Honigverordnung darf dem Honig nichts hinzugefügt oder entzogen werden, was die Bienen nicht selbst mühsam in die Wabe geschafft haben.

Auf dem Brot, als Zutat beim Backen und Kochen oder pur vom Löffel: Nichts süßt verführerischer als Blütenhonig. Ein Spitzen-Patissier hat zehn Sorten getestet.

Von Felix Knoke

Honig ist eines der letzten echten Naturprodukte, die man auch im Supermarkt finden kann. Laut Honigverordnung darf ihm nichts hinzugefügt oder entzogen werden, was die Bienen nicht selbst mühsam in die Wabe geschafft haben. Mit der Supermarkt-Realität hat das freilich wenig zu tun, wie unabhängige Analysen immer wieder zeigen: Honig wird künstlich getrocknet ("gereift"), mit Wasser, Invertzucker- und Saccharose-Sirup gestreckt, hitzegeschädigt, falsch deklariert und durch Pestizide, Medikamente oder pflanzliche Giftstoffe belastet.

Doch der größte Mythos des Honig ist wohl, dass er nicht nur verführerisch süß, sondern auch noch gesund ist. Auf seine heilsame Wirkung sollte man sich in Wahrheit lieber nicht verlassen: Zwar sind in ihm Vitamine, Mineralien, Elektrolyte, Enzyme, Aminosäuren und Blütenfarbstoffe (Flavonoide) enthalten. Doch um eine gesundheitliche Wirkung zu spüren, müsste man riesige Mengen Honig zu sich nehmen - und damit auch die Einfachzucker Fructose und Glukose, aus denen er vorwiegend besteht.

Honig bleibt eine Süßigkeit. Oder anders ausgedrückt: Die Geheimnisse des Honigs sind vor allem in dessen einzigartigem Aroma verborgen. Gutem Honig merkt man seine Herkunft an: Er riecht und schmeckt nach seinen Blüten und den Umständen seiner Verarbeitung. Dies spürt man vor allem bei kleinen Produktionen. Industriehonige sind hingegen meist Mischungen ohne natürlichen Charakter.

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