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Ladies & Gentlemen:"Stranger Things" für ihn: H&M

Die "Stranger Things"-Vision des Modekonzerns H&M

Das Unheimlichste an der Serie "Stranger Things" ist eigentlich ihr immenser Erfolg. Worin genau liegt er noch mal begründet? Das Prinzip, wonach nur unschuldige Kindelein das Böse sehen und niederringen können, ist schließlich schon hundertmal erzählt worden.

Betörend ist aber wohl die Mischung aus 80er-Jahre-Filter und US-Kleinstadt, in der das ganze Märchen angesiedelt ist. Diese trauliche Kulisse stellt heute offenbar eine weltweit verständliche Jugendverklärung dar. In der sehnsuchtsvollen Retro-Provinz funktioniert das kleine Glück noch analog und handelt davon, mit dem Fahrrad zur Schule zu cruisen, die erste Liebe zu vergeigen und Kumpels zu haben.

Monster gibt es hinter dem Eisernen Vorhang oder eben, wie in der Serie, hinter der Tapete. Sie scheitern aber letztlich am blütenreinen, amerikanischen Teamspirit der Kids. Botschaft: Gestern war die Welt noch so schön einfach.

Ziemlich heutig ist aber der Ansatz, das Ganze fashionmäßig auszuzuzeln und auf Nostalgie als modisches Allheilmittel zu setzen. In der "Stranger Things"-Vision des Modekonzerns H&M wird jedenfalls der Swimming Pool der Filmstadt Hawkins zum Tummelplatz für Retorten-Retros wie den oben gezeigten: Ein schwitziger Dude mit Minipli-Matte, Schnauzer und fiesen, roten Shorts. Es ist nicht ganz auszuschließen, dass es solche Typen in den 80er-Jahren wirklich gegeben hat. Aber schon damals wollte man mit ihnen hundertpro nichts zu tun haben. Von Max Scharnigg

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