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Pulsuhren im Test:Herzrasen

Pulsuhren unterstützen, motivieren und schützen vor Überlastung beim Sport. Doch welche Modelle sind wirklich praktisch und geben die Herzfrequenz korrekt an? Ein Kardiologe hat sieben Uhren beim Joggen getestet.

Streng genommen wird der Begriff "Pulsuhr" den heutigen Sportuhren kaum noch gerecht. Vereinzelt gibt es zwar noch die Basic-Modelle, die neben der Herzfrequenz nur die Uhr- und Trainingszeit anzeigen. Doch meist haben die kleinen Computer fürs Handgelenk viel mehr auf dem Kasten. Sie strotzen vor Zusatzfunktionen. Das Angebot reicht von Multisportuhren, die für viele Sportarten individuelle Trainingspläne bereit halten, über Modelle, die Anrufe und eingehende Handy-Nachrichten anzeigen, bis hin zu Fitnesstrackern, die die Messdaten des Sport- und Privatlebens dokumentieren.

Was alle vereint: die Pulsmessung - Indiz für das Level unserer Fitness und adäquates Maß, dieses zu steigern. Bis vor ein paar Jahren maßen die meisten Uhren den Puls mit Brustgurt, inzwischen fühlen ihn immer mehr Modelle direkt am Handgelenk. Anfangs war diese Methode oft noch ziemlich ungenau, doch sie wird immer zuverlässiger.

Der Kardiologe Axel Preßler hat sieben Uhren mit und ohne Pulsgurt getestet und dabei vor allem auf die praktikable Anwendung und die korrekte Angabe der Herzfrequenz geachtet. "Sicher braucht nicht unbedingt jeder, der Sport macht, eine Pulsuhr", so der auf Sportkardiologie spezialisierte Mediziner. Wer sich aber auch nur annähernd dafür interessiert, wie man gesund oder auch ambitioniert trainiert, wird letztlich nicht daran vorbeikommen, denn: "Pulsuhren können Überlastungen vermeiden. Man merkt damit schnell, wie schwierig es ist, gerade anfangs den empfohlenen Pulsbereich zu halten oder ihn nach einem kurzen Zwischensprint wieder zu erreichen." Ohne Pulsuhr, so Preßler, trainierten die meisten in Sachen Stoffwechsel zu über achtzig Prozent falsch.