Radsport Erik Zabel ist wieder da

Erik Zabel ist der neue "Performance Manager" des Teams Katusha-Alpecin.

(Foto: dpa)
  • 2013 trat Erik Zabel als Sportdirektor beim Katusha-Team nach seinem zweiten Doping-Geständnis zurück. Nun wird er dort wieder "Performance Manager".
  • Er betreut unter anderem den deutschen Top-Sprinter Marcel Kittel und seinen eigenen Sohn Rick.
  • Rick Zabel sagt: "Ich bin ein wenig nervös deswegen."

Erik Zabel kehrt nach mehr als fünf Jahren Zwangspause wegen seiner Doping-Sünden in den Radsport zurück. Der ehemalige Sprint-Spezialist des Telekom-Teams wird in der kommenden Saison "Performance Manager" bei Katusha-Alpecin, jenem Rennstall, bei dem er 2013 im Zuge seines zweiten Doping-Geständnisses den Posten des Sportdirektors abgeben musste. "Im besten Fall hilft ein Performance-Direktor den fitten Athleten, ihre beste Leistung zu bringen, und sorgt dafür, die besten Teams zu den Rennen zu bringen", sagte Zabel über seine neue Tätigkeit, die zunächst auf ein Jahr ausgelegt ist. Der 48-Jährige soll mit seinem Know-how vor allem dem erfolgreichsten deutschen Tour-Etappensieger Marcel Kittel helfen, der zuletzt arg schwächelte.

Zabel zeigte sich bei seinem ersten Auftritt, der Teampräsentation in Koblenz, am Freitag gut gelaunt, will aber lieber im Hintergrund arbeiten. "Ich hätte die Runde hier nicht gebraucht. Der Fokus soll auf den Sportlern wie Marcel Kittel liegen. Um mich wird es hoffentlich ein bisschen weniger gehen", sagte Zabel.

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2013 hatte der einstige Topsprinter - sechsmal Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France - ein weiteres Doping-Geständnis ablegen müssen, nachdem er im Zuge eines Berichts des französischen Senats als Epo-Sünder bei der Tour 1998 aufgeflogen war. Danach verlor Zabel seine Jobs im Radsport und trat nur noch als Privatier und Vater seines Sohnes Rick auf, der ebenfalls für Katusha fährt. "Ich bin ein wenig nervös deswegen", sagte der 24-Jährige über die künftige Zusammenarbeit mit seinem Vater: "Wir sind zwei starke Persönlichkeiten, die auch mal aneinander geraten. Dem Team wird er sportlich weiterhelfen. Für mich wird es einen Tick schwerer." Kittel, der sich im Anti-Doping-Kampf mit einer klaren Meinung profiliert hat, zeigte sich offen: "Ich denke, wir können von Eriks Rennerfahrung profitieren. Seine Tipps sind eine große Hilfe."

Die kann Kittel nach der Saison 2018 gebrauchen. Der 30-Jährige, den sie in Frankreich nach insgesamt 14 Etappensiegen bei der Tour ehrfürchtig "Le Kaiser" nannten, blickt auf ein schwieriges erstes Jahr bei seinem neuen Team zurück. Selbst bei kleineren Rundfahrten war er bei Sprintetappen weit abgeschlagen, bei der Tour wurde er sogar wegen Zeitüberschreitung vorzeitig aus dem Rennen genommen. "Mein Ansporn ist, dass wir es 2019 besser machen. Auch darum bin ich bei Katusha geblieben. Ich will nicht so gehen", betonte Kittel.

Seine Karriere verlief zuletzt wellenförmig. Nach triumphalen Jahren 2013 und 2014 lief 2015 nichts zusammen, ehe er beim Quick-Step-Rennstall zu alter Stärke zurückfand. Im Herbst hatte Kittel längere Zeit pausiert, in Asien testete er sich zuletzt wieder heran. Im neuen Jahr sollen dann erneut Siege folgen.

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