WM 2011: Elf der VorrundeJosefine, Bruna und Herr Min

Von kurios bis skurril: Eine Schwedin, die Küsschen verteilt und ihr Trikot mit einem deutschen Fan tauscht. Eine Verteidigerin, die Bälle fängt. Dazu Herr Min, der den Blitz als Erklärung für unerklärliche Niederlagen einführt. Die Elf der Vorrunde.

Eine Schwedin, die ihr Trikot mit einem deutschen Fan tauscht. Eine Verteidigerin, die unbedingt Torfrau sein möchte. Dazu ein Trainer, der den Blitzschlag als Ausrede einführt und eine Trainerin, die keine lesbischen Spielerinnen in ihrem Team haben möchte. Die Elf der Vorrunde.

Klar, jede Elf braucht eine Nummer 1, eine unbezwingbare Torhüterin, die alles hält und die unmöglichsten Dinger fängt. Wer würde sich dafür besser eignen als Äquatorialguineas Bruna (re.). Die trägt zwar eigentlich die Nummer 2 auf dem Rücken und ist von Beruf Abwehrspielerin, doch wie sie in der Partie gegen Australien das vom Pfosten zurückgeprallte Leder einfach in ihre Arme schloss, hatte schon großes "Titan"-Potential. Dass es für die geradezu groteske Aktion noch nicht einmal Elfmeter gab, lag vielleicht auch daran, dass Bruna einfach so tat, als wäre nichts geschehen: Sie verzog keine Miene, ließ das Leder liegen und lief weiter.

Bild: AP 7. Juli 2011, 09:422011-07-07 09:42:27 © sueddeutsche.de/hum