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Wahl des DFB-Präsidenten:Landesverbände stimmen für Kandidat Keller

Generalversammlung der DFL

Bekam das Vertrauen ausgesprochen: Fritz Keller.

(Foto: dpa)

Der Freiburger Fritz Keller erhält als DFB-Präsidentenkandidat das Vertrauen der Amateure und Profiklubs. Deutschlands Hockey-Teams spielen um Medaillen.

Sportpolitik, DFB: Der Weg von Fritz Keller zum 13. Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist frei. Die Landesverbände haben am Mittwoch bei ihrem Treffen in Berlin grünes Licht für den 62 Jahre alten Klubchef des Bundesligisten SC Freiburg gegeben. Auch die Profiklubs stimmten dem Kandidaten wie erwartet zu. Damit wird Keller, der am vergangenen Donnerstag überraschend durch die DFB-Findungskommission nominiert wurde, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim Bundestag am 27. September in Frankfurt/Main zum Nachfolger des am 2. April zurückgetretenen Reinhard Grindel gewählt. Sein Amt als Freiburger Klubchef wird der Hotelier und Winzer Keller niederlegen.

"Ich habe in den bisherigen Gesprächen nicht nur Wertschätzung gespürt, sondern auch den gemeinsamen Willen, etwas zu verändern und den DFB für die Zukunft aufzustellen. Das klare Votum empfinde ich als wichtige und notwendige Basis, denn die anstehenden Herausforderungen können wir nur gemeinsam erfolgreich angehen", sagte Keller: "Es geht für den Verband vor allem darum, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen. Als eine der ersten Maßnahmen würde ich einen Vergütungsausschuss vorschlagen, der unter Einbeziehung von Externen die Zahlungen an das Präsidium festlegt und transparent macht." Der DFB wird neben einem neuen Präsidenten auch eine neue Struktur erhalten. Aufgrund der Reformen hat der künftige Chef des größten Einzelsportverbands der Welt (7,1 Millionen Mitglieder) weniger Macht als seine Vorgänger.

2. Bundesliga, Hamburger SV: Der Umbau der Führungsetage des Hamburger SV geht weiter. Wie die Hanseaten am Mittwoch mitteilten, verlässt Scoutingleiter und Kaderplaner Johannes Spors, 37, den Fußball-Zweitligisten. Sein Nachfolger wird Claus Costa, 35, der wie Sportchef Jonas Boldt zuvor bei Bayer Leverkusen gearbeitet hat. "Er verfügt über ein hervorragendes nationales und internationales Netzwerk und passt perfekt in unser Team", sagte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel: "Ich freue mich sehr, dass wir ihn für uns gewinnen konnten."

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Hockey-EM: Die deutschen Hockeyfrauen haben sich ins Halbfinale der EM in Antwerpen gezittert. Das Team des belgischen Bundestrainers Xavier Reckinger hielt Irland im abschließenden Gruppenspiel mit 1:1 (1:1) auf Abstand und schloss die Vorrunde auf Rang zwei ab. Auch die deutschen Männer kämpfen um die Medaillen. "Wir haben es nicht geschafft, die ganze Partie über unser Passspiel durchzuziehen und haben unsere Chancen bei Strafecken nicht genutzt", sagte Kapitänin Janne Müller-Wieland: "Wir werden jetzt ein Eisbad nehmen, regenerieren und dann um die Goldmedaille kämpfen."

Bundesliga, Borussia Mönchengladbach: Kapitän Lars Stindl vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach will sich bei der Rückkehr auf den Trainingsplatz nicht unter Druck setzen. "Wenn alles so weiterläuft, hoffe ich, in den nächsten Wochen wieder zur Mannschaft zu stoßen. Ich vertraue auf mein gutes Körpergefühl und unsere medizinische Abteilung, um den richtigen Zeitpunkt zu finden", sagte der 30-Jährige im Amazon-Interview.

Vier Monate nach seinem Schienbeinbruch arbeitet Stindl derzeit an seinem Comeback, schon 2018 hatte er wegen eines Syndesmoserisses fast sechs Monate gefehlt. "Einen genauen Zeitplan gibt es nicht. Grundsätzlich geht es mir ganz gut, ich kann sogar schon wieder einige Dinge mit dem Ball trainieren. Trotzdem befinde ich mich nach wie vor in der individuellen Reha", sagte Stindl. Zeit erhofft sich der elfmalige Nationalspieler auch bei der Umsetzung der Spielidee des neuen Trainers Marco Rose. "Gegen Schalke waren schon viele neue Elemente erkennbar, das gilt es in den nächsten Wochen zu verfeinern. Die Idee ist, den Ball nach Verlust wieder sehr schnell zurückzugewinnen und dann kurze Wege zum Tor zu haben", sagte Stindl.

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